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60 Jahre Judo-Abteilung der VT Rinteln

60 Jahre Judo-Abteilung der VT Rinteln

Foto: Die Judo-Abteilung der VT Rinteln feierte am 17. Januar ihren 60. Geburtstag und besteht heute aus 52 Mitgliedern.


Judo. Die Geburtsstunde der Judo-Abteilung der VT Rinteln war der 17. Januar 1966. An diesem Datum ging der erste Übungsabend in der Sporthalle in der Klosterstraße über die Bühne. Auch 60 Jahre später finden dort die Trainingseinheiten immer noch statt.


Eine Bildergalerie mit 24 Fotos könnt ihr euch auf der Bildergalerie-Seite ansehen.


Peter Schmieder und Otto Hoyer sind die Gründer-Väter des Judosports in Rinteln. Schmieder interessierte sich für die fernöstliche Kampfkunst und schleppte seinen Arbeitskollegen im Jahr 1964 mit nach Obernkirchen. Denn in der Bergstadt konnte man Judo machen. „Peter brauchte einen Fahrer. Ich habe mir das zwei-, dreimal angeschaut und wurde dann zum Mitmachen aufgefordert. Ich war dann gleich Feuer und Flamme für diesen Sport“, erinnert sich Hoyer an die Anfänge zurück. Zwei Jahre später hatte es das Duo geschafft. Nach viel Überzeugungsarbeit des damaligen VTR-Vorstandes wurde eine Judo-Sparte in Rinteln ins Leben gerufen.

Mit 30 Frauen und Männer ging es auf die Matten. Die Abteilung wuchs rasant an. In den 1970er und 1980er Jahren war die Hochzeit des Judosports in Rinteln. „Da hatten wir um die 150 Mitglieder“, berichtet Hoyer. Das 89-jährige Gründungsmitglied schaut jeden Montag nach dem Rechten. „Otto ist der Erste in der Halle, schließt auf und legt die Matten schon mal hin“, erklärt Matthias Voges, der seit dem Jahr 2009 die Rintelner Judo-Abteilung anführt. Zusammen mit Heiko Döpke (Schwarzgurt) und Angela Voges (Braungurt) bildet der Schwarzgurt das Trainerteam. Unterstützt wird das Trio von Achim Schaper und bald auch von Paul Vogt. Der 14-Jährige beginnt demnächst mit der Ausbildung zum Trainerassistenten, wird an Pfingsten dafür einen Lehrgang besuchen.

Das Trainerteam um Matthias Voges (von links), Angela Voges, Gründungsvater Otto Hoyer und Heiko Döpke.

Nach Corona lag die Judo-Abteilung der VTR am Boden. „Es waren nicht mehr viele Kinder übriggeblieben“, erinnert sich Voges. Doch mit Herzblut der Trainer wuchs die Teilnehmerzahl wieder an. Heute trainieren zehn Erwachsene und 42 Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren bei der VT Rinteln. Ein kleiner Kreis von acht Nachwuchs-Judokas nimmt auch regelmäßig an Wettkämpfen teil. „Mit über 50 Mitgliedern gehören wir bei der VTR wieder zu den größeren Abteilungen“, weiß Voges.

Mit Judo kann ab dem sechsten Lebensjahr begonnen werden, doch auch ein späterer Einstieg im Jugend- oder Erwachsenenalter ist ebenfalls möglich. Ziel beim Judo ist es, den Gegner beim sogenannten Stand-Randori durch eine dynamische Wurftechnik auf die Matte zu befördern oder ihn im anschließenden Bodenkampf durch eine Festhalte,- Würge- oder Hebeltechnik zur Aufgabe zu zwingen. Um diese Techniken unbeschadet zu überstehen, bedarf es vor jeder Trainingseinheit eines intensiven Aufwärmtrainings, an welches sich die Fallschule anschließt, die man benötigt, um im Training und Wettkampf schmerz- und angstfrei fallen zu können. Der Ursprung des Judo liegt in der alten japanischen Kampfkunst Jiu Jitsu. Judo heißt übersetzt „Sanfter Weg“.

Matthias Voges beobachtet genau, die richtige Griffhaltung bei seinen Schülerinnen und Schülern.

Wer Interesse hat, den Judo-Sport mit all seinen Facetten kennenzulernen, der ist an den Übungsabenden in der Sporthalle in der Klosterstraße stets willkommen. Montags von 17 bis 18 Uhr trainieren die Kinder ab dem 1. Kyu (weiß-gelber Gürtel), im Anschluss von 18:15 bis 19:45 Uhr die Fortgeschrittenen (gelb-orange-grün) und von 20 bis 21:45 Uhr die Erwachsenen. Die Neueinsteiger und Anfänger treffen sich immer mittwochs von 16:30 bis 18 Uhr an gleicher Stelle.

Beim Judo spielt die richtige Wurf- und Falltechnik eine große Rolle.