Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cup: SC Möllenbeck eliminiert den TSV Steinbergen im Elfmeterschießen

Foto: Riesenjubel beim SC Möllenbeck: Die Schwalben besiegen den TSV Steinbergen nach Elfmeterschießen und ziehen ins Endspiel des Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cups ein.
Fußball. Das erste Halbfinale des Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cups endete mit einer faustdicken Überraschung. Der SC Schwalbe Möllenbeck eliminierte den eine Klasse höher spielenden TSV Steinbergen mit 6:4 nach Elfmeterschießen. Der Kreisklassist holte dabei sogar einen 0:2-Rückstand auf. Am Freitagabend (31. Juli) treffen die Klosterdörfler im Finale der Stadtmeisterschaft auf den SV Engern (4:0 gegen den TSV Eintracht Exten). Anstoß in Exten ist um 19 Uhr.
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Der TSV Steinbergen bestimmte die Partie. Der Kreisligist rannte an, Möllenbeck lauerte auf Konter. Die erste Chance besaß der Favorit in der 11. Minute, doch Steinbergens Neuzugang Wojciech Bachul scheiterte an SC-Keeper Silas Everding. Auf der Gegenseite prüfte Jordan Frühmark (16.) TSV-Schlussmann Florian Mehrens aus 18 Metern.
Der TSV wurde immer dominanter. Jannik Selchow trieb seine Farben nach vorne und zwang Everding aus 22 Metern zur nächsten Parade (21.). Der Druck wurde größer und größer. Jonas Wöbking schloss aus 24 Metern ab, Everding parierte, Felix Mehrens (23.) war hellwach und staubte zur verdienten 1:0-Führung der Steinberger ab.

Dann passierte ein Unglück. Jordan Frühmark fiel im Zweikampf auf die Hand und brach sich das Handgelenk. Der Möllenbecker wurde mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Rinteln-Sport wünscht gute Besserung!
Der zweite Abschnitt begann mit einem Frühstart der Steinberger. Eine gefühlvolle Hope-Flanke verwertete Jannik Selchow in der Mitte zum 2:0 (37.) des TSV. Der Kreisligist hatte die Partie voll im Griff und steuerte einem ungefährdeten Sieg entgegen.
Die Mannschaft von Dean Rusch machte durch haarsträubende Fehler die Partie aber noch mal scharf. Den 2:1-Anschlusstreffer durch Simon Viola (44.) legte die TSV-Defensive mustergültig vor. Die Schwalben – eigentlich schon mausetot – erwachten und drängten fortan unermüdlich auf den Ausgleich. Und dieser gelang in der 58. Minute. Eine Freistoß-Hereingabe segelte in den TSV-Strafraum, Florian Vietmeier zwang Florian Mehrens zu einer Glanzparade, der abgewehrte Ball sprang Cetin Özkan vor die Füße und der Möllenbecker stocherte das Leder zum 2:2 über die Linie.

Steinbergen war nun völlig von der Rolle und schluckte sogar noch das 2:3. Nach einer Ecke ballerte Kamuran Özkan das Spielgerät an den Innenpfosten, Benjamin Wattenberg passte auf und vollstreckte zum Führungstreffer des Außenseiters (62.). Bei dieser Aktion fiel Steinbergens Keeper Florian Mehrens unsanft auf die Hüfte und musste runter. Für ihn ging Feldspieler Johannes Hänke zwischen die Pfosten.
Möllenbeck drehte die Partie, brachte aber den Vorsprung nicht über die Zeit. Felix Mehrens köpfte eine Flanke an die Latte, Chris Hope stand goldrichtig und nickte zum 3:3-Endstand (68.) ein. So musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Und da litt der TSV Steinbergen an einer Aluminiumvergiftung. SC-Keeper Silas Everding wehrte den Mohme-Hammer an die Latte, Chris Hope traf auch nur den Querbalken und Jan-Hendrik Rinne den Pfosten. Nur Sven Steep war erfolgreich. Für den SC zeigten sich Florian Vietmeier und Benjamin Wattenberg nervenstark. Shawn Frühmark scheiterte an Hänke. Jörg-Sebastian Schwaller hatte den Sieg auf dem Fuß und netzte souverän zum 6:4-Erfolg ein. Riesenjubel bei den Möllenbeckern, lange Gesichter in Steinbergen.

SC Möllenbeck: Silas Everding, Benjamin Wattenberg, Virginio Schäfer (53. Jörg-Sebastian Schwaller), Dean Frühmark, Jordan Frühmark (28. Simon Viola), Mehmet Özkan (52. Johann Neumann), Kamuran Özkan, Malik Everding, Florian Vietmeier, Shawn Frühmark.
TSV Steinbergen: Florian Mehrens (65. Christian Hansing), Jan-Hendrik Rinne, Felix Mehrens, Johannes Hänke, Marcel Kasseck (61. Sven Steep), Janic Vogt (40. Jan Mohme), Krystian Wachta (40. Nils Hußmann), Chris Hope, Jonas Wöbking, Jannik Selchow (66. Paul Bißmeier), Wojciech Bachul.
