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Das sind die Besten Rintelns 2025

Das sind die Besten Rintelns 2025

Foto: Das sind die Besten Rintelns des Jahres 2025.


In der Speisekammer Anno 1583 hat gestern die Sportlerehrung stattgefunden. Die Stadt Rinteln und die Arbeitsgemeinschaft Rintelner Sportvereine ehrten im großen Rahmen verdiente Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025. In den Kategorien Einzelsportler, Mannschaft, Para, Jugend, Ehrenamt und Lebenswerk holten sich die zu Ehrenden ihren tosenden Applaus als Erkennung im ausverkauften Saal ab. Die Sieger heißen Piergiulio Ruhe, das Frauenhandballteam der HSG Exten-Rinteln, Jörg und Miklas-Cassian Bernauer, Phil Assmus, Rosemarie und Volker Mehner sowie Helmut Wirausky. Durch den geselligen Abend führte Moderator Frank Rasche. Nach den feierlichen Ehrungen heizte das Team des Rock-Circus den Anwesenden mit rockiger Musik so richtig ein.

Die Laudatoren um Bürgermeisterin Andrea Lange, Carsten Ruhnau, Joachim von Meien und Christel Struckmann würdigten die Preisträger für ihre sportlichen Erfolge und ihrem ehrenamtlichen Tun. Der Rintelner Sport ist breit aufgestellt. Es gibt eine bunte Sportvielfalt in der Weserstadt. Aus den Bereichen Boxen, Handball, Bogenschießen, Rollkunstlauf und Fußball kommen die Gewinner, die im Vorfeld von einer Jury bestimmt worden.

Rintelns Sportler des Jahres ist Piergiulio Ruhe. Der Boxer wurde im September 2025 neuer WBA Gold Weltmeister im Superweltergewicht. Der Sieg gegen Abeid Zugo aus Maryland in den USA erfolgte einstimmig nach Punkten. Es war eine Willensleistung von Ruhe. Denn bereits früh im Kampf zog sich der Rintelner, wie sich später im Sana-Klinikum in Hameln herausstellte, eine Fraktur des Orbitabodens sowie einen Nasen- und Jochbeinbruch zu.

Bürgermeisterin Andrea Lange, Carsten Ruhnau (rechts) und Joachim von Meien ehren Piergiulio Ruhe zu Rintelns Sportler des Jahres.

Mannschaft des Jahres sind die Handballerinnen der HSG Exten-Rinteln. Nach der Neugründung im Mai 2023 eilte das Team von Sieg zu Sieg. Der Lohn war der Durchmarsch von der Regionsklasse in die Regionsoberliga. Dort kämpft der zweimalige Aufsteiger gegen den Abstieg, hat aber als Tabellendrittletzter die besten Karten auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Hand.

Die Handballerinnen der HSG Exten-Rinteln sind die Mannschaft des Jahres.

Die Para-Bogenschützen Jörg und Miklas-Cassian Bernauer vom SV Todenmann sind echte Medaillenhamster. Das Vater-Sohn-Gespann sammelte bei Kreis-, Landes- und Deutsche Meisterschaften im vergangenen Jahr insgesamt 20 Medaillen ein. Es gab für beide zusammen 14-Mal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze. Das Duo konnte bei der Ehrung nicht persönlich vor Ort sein, da sie heute bei den Deutschen Meisterschaften in Gera am Start sind. Sie schickten aber eine Video-Grußbotschaft.

Gewannen im Bereich Para: Die Bogenschützen Jörg und Miklas Cassian Bernauer vom SV Todenmann.

Der Jugendsportler des Jahres heißt Phil Assmus. Der Neunjährige besucht die 4. Klasse der Grundschule Süd in Rinteln und ist ein Riesentalent im Rollkunstlauf. Sechsmal die Woche wird entweder in Barntrup oder in Hameln trainiert. Phil startet in den Disziplinen Kür, Rolltanz mit Partnerin Emily Geringer und seit kurzer Zeit auch im Solotanz. Die Welt auf vier Rollen ist sein zu Hause. Im Jahr 2025 sicherte sich Phil die Norddeutsche Meisterschaft in der Kür mit Elementen aus Sprüngen und Pirouetten.

Rollkunstläufer Phil Assmus ist der Jugendsportler des Jahres.

Die Ehrenamtler des Jahres sind Rosemarie und Volker Mehner vom SV Engern. Sie gibt es nur im Doppelpack. Rosi und Volker Mehner stehen nicht gerne in der ersten Reihe. Sie lassen lieber Taten sprechen. Das Ehepaar ist seit Jahrzehnten für den SVE im Einsatz. Volker Mehner war eine prägende Figur der engerschen Jugendarbeit, stand dem Verein über ein Jahrzehnt als Jugendleiter vor. Rosi kümmert sich noch heute vorbildlich um das Glückwunschmanagement beim SVE.

Rosemarie und Volker Mehner vom SV Engern wurden für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Für sein Lebenswerk wurde Fußball-Trainer Helmut Wirausky geehrt. Der 90-Jährige hat Jahrzehnte lang den Fußball im Schaumburger Land entscheidend mitgeprägt. Die erste Trainerstation im Herrenbereich war der TSV Steinbergen. Im Jahr 1967 übernahm er das Team und stieg mit dem TSV im Jahr 1968 gleich in die Bezirksklasse auf. Nach diesem Erfolg war Wirausky ein heißbegehrter Trainer. Erfolg reihte sich an Erfolg. Insgesamt feierte der Erfolgstrainer mit dem TSV Steinbergen, VfL Bad Nenndorf, VfL Bückeburg, TuS Hess. Oldendorf, TuS Langenholzhausen und dem SC Rinteln elf Meisterschaften. Mit Standing-Ovation nahm Wirausky die Ehrung entgegen.

Am Montag könnt ihr bei Rinteln-Sport ausführliche Berichte über die Preisträger lesen. 

Helmut Wirausky feierte als Fußball-Trainer elf Meisterschaften im Herrenbereich. Der 90-Jährige wurde für sein Lebenswerk geehrt.