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Dem SC Rinteln gehen die Spieler aus

Dem SC Rinteln gehen die Spieler aus

Foto: Tim Franzmeier (links) ist krank. Der Ausfall des Linksverteidigers droht.


Fußball. Nach fünf Niederlagen am Stück mit 8:24 Toren ist der SC Rinteln in der Bezirksliga in die rote Zone abgerutscht. Die Kicker vom Steinanger stehen als Tabellendrittletzter auf einem Abstiegsplatz. Das war vor der Serie erwartbar. Zu groß der Aderlass im Kader. Es ging Qualität und Quantität. Doch die Lage wird immer dramatischer, denn dem SCR gehen die Spieler aus. Trainer Giuseppe Inserra wusste, dass sein Team nur mit voller Kapelle konkurrenzfähig ist, doch die Ausfallliste beim Traditionsclub von der Weser wird immer länger. Keine guten Aussichten, um im Heimspiel gegen den FC Bad Pyrmont Hagen am Sonntag um 15 Uhr bestehen zu können.

Die Personalsituation beim SC Rinteln ist beängstigend. Die beiden Neuzugänge Jonathan Reuther und Noshkar Sharo absolvierten bislang noch kein Spiel, Lukas Priem hat aufgehört, Jonas Kütemeyer ebenfalls, Jannik Bartram ist bis Februar beruflich in Rom, Mika Höfemann langzeitverletzt, dann brach auch noch mit Julian Bedey der Kopf und Kapitän der Mannschaft verletzungsbedingt weg. Tim Franzmeier und Bendik Kruska sind krank. Mamadou Barry plagt sich seit Wochen mit hartnäckigen Knieproblemen herum. Das ist zu viel für den schmalen Kader des SCR. So ist Serdar Akgün, schon über 40 Jahre alt, der Dauerbrenner im Verein, muss nicht nur in der Ersten für die Tore sorgen, sondern auch in der Zweiten und bei den Altsenioren. In Rehren war die Personallage so angespannt, dass sich Co-Trainer Marco Klappauf, über 50 Jahre alt, einwechseln musste. Kastriot Hasani wurde nach langer Fußballpause auch schon reaktiviert.

Der Artikel wird euch präsentiert vom Schaumburger Wachdienst.

Ein weiteres Riesenproblem der Rintelner, ist das schwache Defensivverhalten. „Ich stelle mir jeden Tag die Frage, wie wir den Laden hinten dicht bekommen“, so Inserra. Das sei eine Sache von Konzentration, Einstellung und Qualität. Fehlt es an Qualität, muss man kämpfen bis zum Umfallen, diese Defizite versuchen, mit Leidenschaft kleinzuhalten. Aber auch das gelingt nicht dem SC Rinteln, denn die Mannschaft ist nicht richtig fit. „Einige lassen sich hängen“, bestätigt Inserra. Die Stimmung im Team bröckelt. Die heftigen Pleiten setzen den Spielern zu. Alles sieht danach aus, dass der SC Rinteln ein Himmelfahrtskommando ist.    

Gegen den Tabellenvierten sind die Steinanger-Kicker nur krasser Außenseiter. Bad Pyrmont ist sehr angriffslustig, aber auch in der Defensive verwundbar. Das beweist die 1:7-Heimklatsche gegen den TuS SW Enzen. Der SCR muss mit Mann und Maus verteidigen, am besten einen Gelenkbus vor dem eigenen Tor parken und dann auf den Turbo von Luca Lohmeier und Volkmar Vöge bauen. Auch der schnelle Lennox Weishaupt ist aus dem Urlaub zurück. „Wir müssen unsere hohe Fehlerquote abstellen, und zwar sofort“, fordert Inserra unmissverständlich. Sonst sei man chancenlos.

Die Ansetzungen: Sonntag, 15 Uhr: SC Rinteln – FC Bad Pyrmont Hagen, FC Hevesen – TuS Jahn Lindhorst, VfL Bückeburg – SV Gehrden, TSV Barsinghausen – SV Ihme-Roloven, SV Arnum – TSV Kirchdorf, MTV Rehren A/R – TuS SW Enzen, TB Hilligsfeld – FC Springe; spielfrei: SV Eintracht Afferde.