Desolater SC Deckbergen-Schaumburg rettet drei Punkte

Foto: Auf Eduard Janzen ist Verlass: Der SC-Goalgetter erzielt die Saison-Treffer 21, 22 und 23.
Fußball. Der SC Deckbergen-Schaumburg bleibt in der 1. Kreisklasse das Maß aller Dinge. Das Team von Trainer Wilhelm Sieker gewann beim Tabellenvorletzten TuS Wiedensahl-Niedernwöhren II mit 5:2 und bleibt weiter Spitzenreiter.
„Das war an der Außenlinie für mich ein ganz großes Stück Arbeit“, verriet Sieker erleichtert nach dem desolaten Auftritt seiner Mannschaft in Wiedensahl. „Die erste Halbzeit war eine Katastrophe: Passspiel null, Zweikämpfe null, Zugriff null, Einstellung zum Spiel null, Einstellung zum Gegner null.“ Dabei ging es für den Spitzenreiter gut los. In der 12. Minute schoss Jason Schlosser auf Zuspiel von Eduard Janzen den SC mit 1:0 in Führung. Drei Minuten später hatte Deckbergen-Schaumburg dem Gastgeber den Ball förmlich in den Lauf gespielt, Kai Ilsemann bedankte sich mit dem 1:1. Wenn danach SC-Keeper Peter Braun nicht zweimal prächtig reagiert hätte, wären die Gäste schon früh in Rückstand geraten. Technische Fehler in der Abwehrkette führten in der 29. Minute zum 2:1 für den TuS. Torschütze war erneut Ilsemann. Doch der SC konnte postwendend ausgleichen. Lucas Göhmann bediente in der 31. Minute Janzen, der zum 2:2 traf. Auch danach wurde es nicht besser. Fehler über Fehler prägten das SC-Spiel.
In der Pause wurde es richtig laut in der SC-Kabine. Sieker redete 15 Minuten lang lautstark auf seine Jungs ein. „Wir haben eineinhalb Jahre hart gearbeitet, um dort zu stehen, wo wir jetzt sind. Das wollt ihr doch nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“ Die Worte hatten gefruchtet. Der SC legte zu Beginn der zweiten Halbzeit den Schalter um. Göhmann erzielte in der 46. Minute nach Zuspiel von Caspar Prasuhn das 3:2. Janzen erhöhte in der 53. Minute nach Vorarbeit von Pascal Wellhausen auf 4:2 und Janzen markierte in der 61. Minute mit seinem 23. Saisontreffer nach einem Pass von Michael Deisner das 5:2.
„Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht gut gespielt, hatten aber 15 Minuten genug Feuer, um den Punktverlust abzuwenden“, bilanzierte Sieker. „Ich bin wirklich überrascht, dass eine derartig desolate Leistung von meiner Mannschaft noch möglich war. Es fehlte heute an allem.“ Das intensive Coachen an der Linie zeigte Folgen. Schweißgebadet musste Sieker nach der Partie eine wohltuende Dusche nehmen, um wieder runterzukommen.
SCD: Peter Braun, Jason Schlosser (63. Niklas Sirkov), Julius Stemme, Caspar Prasuhn (63. Noah Bredemeier), Eduard Janzen, Michael Deisner, Pascal Wellhausen, Lucas Göhmann, Tim Wagner (75. Nino Kirasic), Erik Helck, Moritz Seedorf (75. David Tadge).