Die Stadtwerke Rinteln weisen den Verdacht einer missbräuchlichen Preissetzung zurück

Foto: Die Preisentwicklung sei auf außergewöhnliche Beschaffungskosten während der Energiekrise zurückzuführen.
Im Rahmen der landesweiten Sektoruntersuchung durch die Landeskartellbehörde Niedersachsen (LKartB) wurden die Preise von mehr als 70 Grundversorgern in Niedersachsen analysiert. Die Behörde stellte fest, dass sich während der Energiekrise 2022/23 die Preisspannen zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter vervielfacht haben und im September 2024 weiterhin rund doppelt so hoch lagen wie vor der Krise. In diesem Zusammenhang zählt die LKartB zwölf Versorger zu den besonders auffälligen Anbietern – darunter auch die Stadtwerke Rinteln.

Die Stadtwerke Rinteln weisen den Verdacht einer missbräuchlichen Preissetzung jedoch ausdrücklich zurück. Die Preisentwicklung sei auf außergewöhnliche Beschaffungskosten während der Energiekrise zurückzuführen. Ein Missbrauch liege nicht vor, wie die Stadtwerke Rinteln bereits in mehreren Pressegesprächen erläutert hat. Zudem kritisieren die Stadtwerke, dass der Bericht der Kartellbehörde eine Vorverurteilung der betroffenen Grundversorger darstellt und ohne Abgleich mit dem Monitoringbericht der Bundesnetzagentur erfolgte.
Nach Eingang des ersten Berichts am 12. September 2025 und einer korrigierten Fassung am 16. September fanden interne Auswertungen sowie ein Austausch mit dem Aufsichtsrat statt. Am 14. Oktober 2025 erfolgte ein vertiefendes Online-Gespräch mit der Landeskartellbehörde, in dem die Beschaffungsstrategie der Jahre 2021 bis 2024 detailliert erläutert wurde. Seit diesem Termin warten die Stadtwerke auf die abschließende Bewertung der Behörde.

Sobald die abschließende Bewertung der Landeskartellbehörde vorliegt, werden die Stadtwerke Rinteln diese transparent veröffentlichen. Das Unternehmen bekräftigt seine Haltung, dass keine missbräuchliche Preissetzung vorlag, und bleibt seiner Verantwortung für faire Preise und Versorgungssicherheit verpflichtet.