Emma Fiona Röske ist ein großes Schwimmtalent

Foto: Emma Fiona Röske ist ein großes Schwimmtalent. Das Kraulschwimmen beherrscht die Zehnjährige ausgezeichnet.
Schwimmen. Sie fühlt sich im nassen Element pudelwohl. Emma Fiona Röske ist ein großes Schwimmtalent. Bei der Zehnjährigen purzeln die Rekorde. Neue persönliche Bestmarken stellt die Schülerin des Gymnasiums Ernestinum in Rinteln in fast jedem Wettbewerb auf und zudem knackt sie zahlreiche Vereinsrekorde des Wassersportvereins (Waspo) Rinteln. Der größte Erfolg ihrer noch jungen Karriere ist die Vize-Landesmeisterschaft über 1500 Meter Freistil.
Emma – so wird sie von allen gerufen – ist ein aufgewecktes junges Mädchen. Sie ist am 4. Dezember 2015 geboren, wohnt in Exten und besucht nach den Sommerferien die 6. Klasse am Gymnasium Ernestinum. Sie reitet gerne und spielt in der Schule Klarinette. Den Pressetermin meistert sie wie ein kleiner Medienprofi.

Bereits mit drei Monaten nahm ihre Mutter Beatrice mit ihr beim Babyschwimmen teil. Das Wasser, die Schwimmbecken in Rinteln, Obernkirchen, Porta und Hessisch Oldendorf sind mittlerweile ihr zweites zu Hause geworden. Dreimal die Woche wird trainiert. Dienstags im Sonnenbrinkbad, mittwochs in Porta-Hausberge und freitags im Rintelner Freibad. Bei Lust und Bedarf streut Emma noch Zusatzschichten montags in Hessisch Oldendorf und samstags in Obernkirchen ein. Seit zweieinhalb Jahren betreibt sie auch das Wettkampfschwimmen.

Emma schwimmt alle Lagen und alle Strecken. Ihre Parade-Disziplin ist das Freistil-Schwimmen, aber auch im Schmetterling ist die Zehnjährige ein Ass. Das Rückenschwimmen ist ihr auch nicht fremd. „Im Hallenbad ist das Rückenschwimmen angenehmer, da die Sonne nicht blendet. Das ist im Freibecken manchmal recht unangenehm,“, erklärt Emma. Nur das Brustschwimmen macht ihr keinen Spaß. „Das ist voll anstrengend, denn man muss sehr konzentriert sein und die Technik sauber ausführen“, weiß das Schwimmtalent.
Für die Teilnahme an den Norddeutschen Meisterschaften ist Emma noch zu jung. „Da muss ich noch warten. Ich hoffe, eine Teilnahme klappt im nächsten Jahr, spätestens aber im Jahr 2028“, setzt sich die Extenerin als Ziel. Bis dahin wird weiter fleißig trainiert. Von 25 Meter bis 1500 Meter, das ist alles kein Problem für Emma. Über die Langstrecke gehört die talentierte Schwimmerin zu den Besten ihres Jahrgangs.

Emma ist ein Dezemberkind. Das ist ein Nachteil. Denn die Konkurrenz ist fast ein Jahr älter. Viele Konkurrentinnen sind im Januar geboren. „Das macht in jungen Jahren sehr viel aus“, weiß ihr Trainer Marcus Reineke. Der erfahrene Coach sieht die Stärke von Emma im Kraulschwimmen. „Emma ist immer beim Training. Sie will was erreichen, ist sehr ehrgeizig. Ich muss ihr aber noch in den nächsten Jahren das richtige Trainieren beibringen. Je älter sie wird, umso besser wird sie, wenn sie dabeibleibt“, ist sich Reineke sicher und erzählt noch eine kleine Anekdote zum Schmunzeln: „Wenn ich Emma die gute Laune vermiesen möchte, dann muss ich nur beim Trainingsbeginn heute ist Brusttraining rufen. Dann verzieht sie das Gesicht und ihre Stimmung ist im Keller!“

Beim Wassersportverein Rinteln herrscht eine gute und freundschaftliche Atmosphäre. Auf den Schwimmwettkämpfen wird sich gegenseitig unterstützt und angefeuert. „Meine beste Freundin Linnea hatte mal für einen Wettkampf extra ein Plakat für mich gebastelt. Sie hilft mir bei den Wettkämpfen und motiviert mich“, ist Emma dankbar für so viel Support.
Ihr Vorbild ist Merle Rose aus Hameln. Emma trifft die 16-Jährige bei den Verbandstreffen. „Sie ist eine sehr gute Schwimmerin. Da schaue ich mir ihre Technik ab“, verrät Emma.
Doch jetzt geht es erst einmal in eine kleine Schwimmpause. Nach den Sommerferien stehen die nächsten Wettkämpfe auf dem Programm. Dann will Emma wieder zahlreiche Goldmedaillen einsammeln. Rinteln-Sport wünscht Emma alles Gute für die Zukunft, weiterhin viel Spaß im nassen Element und vor allem keine Verletzungen.
