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Gesundheitsamt und Musikschule in die Klosterstraße 18?

Gesundheitsamt und Musikschule in die Klosterstraße 18?

Foto: Die Klosterstraße 18 bietet das Potenzial für die Umnutzung. Vor der abschließenden Entscheidung will die Stadt Rinteln aber eine versierte Kostenschätzung einholen.


Seit Aufgabe des Schulstandortes in der Klosterstraße 18 und Umzug der Integrierten Gesamtschule Rinteln in den Neubau an der Burgfeldsweide im Herbst 2021 steht das ehemalige Schulgebäude am Kollegienplatz leer. Das in den Jahren 2017 bis 2020 ursprünglich entwickelte Nachfolgekonzept konnte aufgrund erheblicher Kostensteigerungen nicht mehr umgesetzt werden. Das Umfeld für Bauinvestitionen hat sich insbesondere seit Anfang 2022 deutlich verändert.

Mithilfe einer von der Verwaltung beauftragten Machbarkeitsstudie möchte die Stadt Rinteln den Leerstand beseitigen und dabei das denkmalgeschützte und ortsbildprägende Ensemble nachhaltig entwickeln und langfristig erhalten. Die Studie hat gezeigt, dass eine sinnvolle Nutzung als Standort für die Nebenstelle des Gesundheitsamtes und die Kreisjugendmusikschule grundsätzlich möglich erscheint. Das Gebäude kann die Raumbedarfe beider Nutzungen erfüllen. Die stadträumliche Vernetzung der Klosterstraße 18 mit dem städtebaulichen Umfeld mitten in der Innenstadt von Rinteln stellt einen geeigneten Standort für beide Nutzungsvarianten dar.

Die Klosterstraße 18 bietet Potenzial für die Umnutzung. Die vorhandene Flächenstruktur zeigt, dass das Gebäude als ehemaliger Schulstandort eine gute Ausgangsbasis für moderne Verwaltungs- und Bildungsnutzungen bietet. Die bestehende räumliche Organisation schafft somit eine gute Grundlage für eine zukünftige Nutzung von Gesundheitsamt und Kreisjugendmusikschule.

Dies ist jedoch keine leichte Aufgabe und eine abschließende Entscheidung, ob die Stadt Rinteln die Umbauarbeiten beauftragen wird, kann erst auf Grundlage einer noch einzuholenden versierten Kostenschätzung erfolgen. In einem nächsten Schritt sollen daher die dafür erforderlichen Angaben und Unterlagen in den nächsten Wochen zusammengestellt werden.

Bei der Erstellung der Unterlagen für ein tragfähiges Konzept werden insbesondere auch Möglichkeiten geprüft, Fördermittel von EU, Bund oder Land zu erhalten. Die Beseitigung des Leerstands darf einerseits nicht zu hohen Mieten führen und andererseits nicht mit wirtschaftlichen bzw. finanziellen Risiken für die Stadt Rinteln verbunden sein.

Der Landkreis Schaumburg zeigt als Mieter ein grundsätzliches Interesse an den Räumlichkeiten und die hierzu geführten Gespräche verliefen bislang konstruktiv und positiv.

Nach Vorlage der Kostenschätzung wird die Verwaltung in Abstimmung mit den politischen Gremien der Stadt die Gespräche mit dem Landkreis Schaumburg weiterführen.

Die Nutzung der Klosterstraße 18 durch die Nebenstelle des Gesundheitsamtes und die Kreisjugendmusikschule wäre ein Glücksfall für eines der wichtigsten historischen Gebäude in Rinteln.