Halb Deutschland vom Winde verweht

Die Böen waren zu heftig. Die Flugzeuge des LSV Rinteln mussten am Boden bleiben.
Segelfliegen. Ein stürmisches Wochenende liegt hinter Deutschland – und es hat die Segelflug-Bundesliga ordentlich durcheinandergewirbelt. Nur 16 von 24 Vereinen konnten überhaupt Flüge absolvieren, und selbst von diesen 16 brachten lediglich 11 Vereine drei oder mehr Wertungsflüge zusammen.
Während nördlich von Frankfurt an Flugbetrieb kaum zu denken war, zeigte sich das Wetter südlich von Stuttgart bis an den Alpenrand gnädig. Dort waren Distanzen bis zu 500 Kilometer und Schnitte bis 120 km/h für die Spitzenpiloten möglich.
Viele Nordvereine versuchten, am Samstag wenigstens ein paar Platzrunden zu drehen. Doch gegen Mittag war Schluss: Die Böen wurden zu heftig, die Seitenwindkomponente zu kritisch. Entweder näherten sich die Flugzeuge ihren Betriebsgrenzen – oder die Turbulenzen machten die Fliegerei schlicht zu gefährlich.

Für den Norden und damit auch für den LSV Rinteln blieb diese Runde daher ein einziges großes Nichts. Eine weitere Nullrunde, die dem LSV in der Gesamtwertung erneut einen Platz kostet. Bitter, aber nicht überraschend.
Trotzdem: Der LSV Rinteln gratuliert dem Rundensieger LSV Schwarzwald, gefolgt vom Luftsportring Aalen und dem Segelflugparadies Dannstadt.
Und während der Süden jubelt, bleibt dem gesamten Norden nur die Hoffnung, dass der Wind und die Thermik auch bald wieder auf ihrer Seite sind.