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Höfemann mit Auge, Stumpf mit Köpfchen – SC Rinteln feiert Derbysieg

Höfemann mit Auge, Stumpf mit Köpfchen – SC Rinteln feiert Derbysieg

Foto: Der SC Rinteln bejubelt einen 2:1-Derbysieg gegen den TuS SW Enzen.


Fußball. Der SC Rinteln hat das Schaumburger Bezirksliga-Derby gegen den TuS SW Enzen mit 2:1 gewonnen. Die Kicker vom Steinanger setzten damit eine Duftmarke im spannenden Abstiegskampf und verbesserten sich in der Tabelle auf den Relegationsplatz. „Heute hatten wir das Glück des Tüchtigen“, meinte ein erleichterter SCR-Coach Rolf Bartram nach dem vierten Saisonsieg.


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Die Gäste aus Enzen erwischten den besseren Start, liefen die Rintelner früh an und zwangen die Hausherren so zu Fehlern im Spielaufbau. Der SCR versuchte, sich spielerisch zu befreien. Das Vorhaben ging meist schief auf dem holprigen Untergrund. Zwar segelten viele Flanken, Ecken und Freistöße in den SCR-Strafraum, doch so richtig zwingend wurde Enzen nicht. Ein Kopfball von Ole Müther (30.) landete genau in den Armen von SCR-Keeper Robin Ronnenberg.

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Die beste Tormöglichkeit im ersten Durchgang hatten die Rintelner. Max Gahr (38.) wurde freigespielt, aber sein Abschluss war genau auf Paradehöhe von SW-Schlussmann Mathis Meyer. In dieser Szene spielten die Rintelner mal schnell nach vorne und prompt wurde es gefährlich. Zuvor wirkte das Angriffsspiel des SCR viel zu kompliziert und verschnörkelt.

Nach dem Seitenwechsel nahm der SC Rinteln zunächst das Zepter in die Hand. In der 51. Minute markierte Mika Höfemann das 1:0. Der Innenverteidiger kam 16 Meter in zentraler Position frei zum Schuss und verwandelte mit Auge ins Eck.

In den Jubel des Führungstreffers glichen die Schwarz-Weißen aus. Nach einer Freistoßhereingabe stand Kevin Wöbbeking völlig frei. Der Enzer bedankte sich mit dem 1:1 (55.). Nur zwei Minuten später klatschte ein Schuss von Lennart Faul an den Pfosten des Rintelner Tores. „Da hatten wir Glück, dass Enzen die Partie nicht komplett dreht“, so Bartram.

In der Folgezeit gab keine Mannschaft einen Zweikampf verloren. Nach einer Ecke nickte Richard Stumpf (78.) zum 2:1 für den SC Rinteln ein. Enzen warf in der Schlussphase alles nach vorne, wütende Angriffe rollten auf das SCR-Gehäuse. „Wir haben aber sicher gestanden und keine Top-Chancen zugelassen“, berichtete Bartram.

SCR-Verteidiger Mika Höfemann (rechts) schirmt Enzens Lennart Faul ab und bringt den SC Rinteln mit 1:0 in Führung.

Rinteln hatte nun Platz zum Kontern und ließ zweimal das 3:1 liegen. Beim ersten Mal spielten sich Julian Bedey und Fynn Flentge gekonnt durch. Flentge (84.) mit dem Abschluss, aber ein Enzer Verteidiger klärte vor der Linie. Beim zweiten Mal fand Bedey (90.) in SW-Keeper Meyer seinen Meister.

Und dann wäre fast noch der Ausgleich für die Enzer gefallen. In der 94. Minute fiel Lennart Faul der Ball vor die Füße, doch sein Versuch aus 22 Metern strich am Pfosten vorbei. Dann war Schluss und der SC Rinteln bejubelte nicht nur den Derbysieg, sondern drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

SCR: Robin Ronnenberg, Richard Stumpf, Constantin Rachow, Mika Höfemann, Luis Steinleger (73. Oliver Meinardus), Marel Gebauer, Jan Kaufmann, Luca Lohmeier (83. Sami Ibisi), Max Gahr, Julian Bedey, Bendik Kruska (69. Fynn Flentge).

SW: Mathis Meyer, Laurids Schölzel, Moritz Bölk, Justin Reeb (67. Niklas Thiemann), Tim Nimptschke, Lennart Faul, Nils Engelhardt, Patrick Pluta, Johann Gottschalk (46. Kevin Wöbbeking), Ole Müther (79. Marius Zeckel), Arne Klöpper (73. Leon Horstmann).

Hinten zuverlässig und vorne gefährlich: Rintelns 2:1-Torschütze Richard Stumpf luchst Ole Müther den Ball vom Fuß.