Kann der SC Auetal gegen die FSG Pollhagen auch mal gewinnen?

Foto: Das letzte Spiel an der Obersburg gewann der SC Auetal mit Niklas Müller (rechts) gegen die FSG Pollhagen mit 2:1.
Fußball. „Gegen uns kann man schon mal verlieren“, meinte Erfolgstrainer Michael Treichel und strahlte über alle vier Backen. Die Männer von der Aue hatten ihr Heimspiel gegen die FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen gerade mit 0:1 in den Teich gesetzt. Doch das ist mittlerweile über sieben Jahre her (11.4.2019). Es war das Ende einer Phase, als sich die beiden Clubs in heißen Spielen um die Aufstiegsfrage und den Kreispokalsieg maßen. Unvergessen dabei das Pokalfinale 2017, als Trainer Treichel einen Spieler kurz vor Schluss für das Elfmeterschießen einwechselte. Genau der machte in der vorletzten Minute das Tor zum 2:1 Pokalsieg und stürzte den SC Auetal in tiefe Depression. Die Aue-Kicker machten in den Jahren darauf aber die Scharte mehr als wett.

Zurück zur Frage in der Überschrift und Umwandlung des Treichel-Spruchs: „Kann der SC Auetal gegen die FSG auch mal gewinnen?“ Klar, wissen Sie als intelligenter Leser. Wenn die Aue-Kicker besser spielen und mehr Tore schießen als der Gegner. So geschehen in der vorigen Saison. Beide Vereine trafen sich eine Liga tiefer. Die FSG war nahezu gleichwertig, die Männer von der Aue aber wahnsinnig effizient. 3:0 (Tore Hantzmann, Hartung, Brecht) in Pollhagen gewonnen, auch das Heimspiel mit 2:1 (Tore Florian Meyer per Elfmeter, Dunkley) für sich entschieden. Warum nicht weitermachen und den dritten Sieg binnen anderthalb Jahren eintüten?

Die Frage nach einem Sieg der Auetaler ist jedoch berechtigt. Denn ab September schwächelte das Team von Trainer Marco Gregor, kassierte in Heimspielen nicht eingeplante Niederlagen gegen Nienstädt (0:1) und Lüdersfeld (1:4). Da war das 15:0 gegen den FC Stadthagen beim jüngsten Auftritt an der Obersburg Balsam für die geschundene Seele. Andererseits, wer gewinnt aktuell nicht gegen den FC Stadthagen? Im Falle einer Pleite hätte Trainer Gregor als Straftraining die Spieler mit einem Teelöffel die Aue ausschöpfen lassen. Selbstverständlich gehört auch Spielglück zum Erfolg dazu. Der fehlte letzten Sonntag den Aue-Kickern. Das 2:2 in Niederwöhren fußte auf einer ordentlichen Vorstellung. Und hätte das Aluminium nicht zweimal dem Gegner geholfen, die Aue-Kicker hätten die drei Punkte eingefahren.
Der SCA darf den Drei-Dörfer-Club aus Pollhagen, Nordsehl und Lauenhagen jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die FSG rangiert in der Tabelle nur zwei Punkte hinter den Aue-Kickern, zeigt Kämpferqualitäten. Vorigen Sonntag lag sie gegen den SV Engern mit 2:5 zurück. Holte aber auf und machte es nach dem 4:5 noch richtig spannend. Bester Torschütze ist Torben Dollweber (10 Treffer). Auetals Torjäger Engin Kiy (13 Tore) fehlte letzten Sonntag. Er büßte seine Fünfte-Gelbe-Karten-Sperre ab.

Trainer Marco Gregor sah in Niedernwöhren sein Team auf dem richtigen Weg. Die Spieler warfen sich in jeden Zweikampf, boten Einsatzwillen und hielten als Team zusammen. „Das hat Spaß gemacht beim Zusehen. Jetzt müssen wir gegen den Mit-Aufsteiger an diese Leistung anknöpfen und zeigen, dass es keine Eintagsfliege war“, fordert der erfahrene Coach erneut einen leidenschaftlichen Auftritt und eine Fortsetzung des eingeschlagenen Weges.
Auf dem tiefen Geläuf an der Rehrener Obersburg sind handwerkliche Tugenden gefragt. „Ich will kein Chichi sehen, sondern Kampf und Leidenschaft. Pollhagen hat sich gut entwickelt, ist fern der Abstiegszone platziert. Das wird also kein Selbstläufer“, weiß Gregor.
Die Ansetzungen: Samstag, 14 Uhr: SV Nienstädt 09 – TuS Niedernwöhren; Sonntag, 14 Uhr: SV Victoria Sachsenhagen – TSV Steinbergen, TuS Lüdersfeld – TSV Hagenburg, VfL Bückeburg II – TSV Algesdorf, TSV Hespe – FC Stadthagen, SC Auetal – FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen, SV Obernkirchen – SV Engern, SC Deckbergen-Schaumburg – TSV Eintracht Exten.
