Marcus Reineke schwimmt 4 Seen in 4 Tagen und 44 Kilometer

Foto: Marcus Reineke schwamm in vier Tagen in vier Seen und 44 Kilometer.
Schwimmen. Marcus Reineke liebt Herausforderungen. Eigentlich ist der 55-Jährige im sehr kühlen Nass unterwegs, hat sich als Eisschwimmer in der Szene einen Namen gemacht. Doch diesmal lag die Wassertemperatur bei angenehmen 23 Grad. Der Rintelner nahm beim „Johnny Who“-Wettkampf im österreichischen Kärnten teil, durchquerte vier Seen in vier Tagen und spulte dabei 44 Kilometer ab.
Die Veranstaltung ist nach „Johnny“ Weissmüller benannt. Johann Peter „Johnny“ Weissmuller war ein US-amerikanischer Schwimmer und Filmschauspieler. Er wurde 1924 und 1928 fünfmaliger Olympiasieger im Freistilschwimmen und war der erste Mensch, der die 100-Meter-Strecke in unter einer Minute schwamm. Nach dem Ende seiner Schwimmlaufbahn wurde er in zwölf Kinofilmen als Tarzan-Darsteller weltweit bekannt.

Die große Herausforderung für die 14 Teilnehmer – 10 Frauen und vier Männer – war es, in nur vier Tagen 44 Kilometer zu schwimmen. Reineke bereitete sich über mehrere Wochen auf das Abenteuer vor. „Ich bin im Training zwischen 15 und 18 Kilometer die Woche geschwommen. So kam ich auf drei bis vier Einheiten“, verrät Reineke.
Der Schwimmtrainer des Wassersportvereins (Waspo) Rinteln hatte großen Respekt vor der zurückzulegenden Distanz. „Vier Seen in vier Tagen mit 44 Kilometern, das geht auf die Arme“, weiß Reineke. Aber die Strapazen hatten sich gelohnt. Zusammen mit Ehefrau Stefanie ging es im Wohnmobil nach Österreich. „Wir haben das gleich mit einem Urlaub verbunden. Das Schwimm-Event betteten wir darin ein“, so Reineke.

Am ersten Tag standen 11,5 Kilometer im Weißensee auf dem Programm. „Eine malerische Kulisse, kristallklares Wasser, ein See wie im Bilderbuch“, berichtete Reineke. Nach 3:20 Stunden kam der Rintelner ins Ziel. Weiter ging es mit dem Millstätter See. Wieder über 11,5 Kilometer. Nach 3:11 Stunden überquerte Reineke die Ziellinie. Am dritten Tag war die Strecke im Faaker See nur 3,5 Kilometer lang. Die Schwimmzeit von Reineke betrug 51 Minuten. Die letzte Station war der Wörthersee über 16,5 Kilometer. 4:52 Stunden benötigte der Rintelner. Mit einer Gesamtzeit von 12:14:57 Stunden belegte Reineke in der Gesamtwertung den 2. Platz. Antoine Desmedt aus Österreich siegte in 12:09:38 Stunden.
„Das war eine tolle Veranstaltung vor einer beeindruckenden Kulisse. Der Weißensee liegt in einer Gebirgsschlucht auf 1000 Meter Höhe. Ich bin in den schönsten Seen Kärntens geschwommen. Meine Arme haben alles ausgehalten. Und ich habe sogar in der Wertung ohne Neopren gewonnen“, so ein begeisterter Reineke.
