Nächste Hiobsbotschaft für den SC Rinteln: Kapitän Julian Bedey fällt wochenlang aus

Foto: Prominente Zuschauer beim SC Rinteln: Julian Bedey (von links), Mika Höfemann und Volkmar Vöge.
Fußball. Die nächste Hiobsbotschaft hat den SC Rinteln ereilt. Der Bezirksligist muss wochenlang auf seinen Kapitän verzichten. Julian Bedey laboriert an einer Entzündung der Fußsohle und bekam vom Arzt Sportverbot. Damit muss Trainer Giuseppe Inserra weiter improvisieren. Der SCR empfängt am Sonntag um 15 Uhr den SV Ihme-Roloven und ist gegen den Titelaspiranten krasser Außenseiter.
Aber in der Rolle des „Underdogs“ scheinen sich die Rintelner pudelwohl zu fühlen. Die Kicker vom Steinanger galten vor der Saison nach dem personellen Aderlass als klarer Abstiegskandidat in der Bezirksliga. Das Inserra-Team trotzte bislang allen Widrigkeiten und sammelte bereits zwei Siege aus drei Spielen ein. Damit rangiert der SCR in der Tabelle auf Rang 6 und hat eine Punktepolster von sechs Zählern auf die vier Abstiegsplätze.
Im Bezirkspokal gegen den Landesligisten SSG Halvestorf-Herkendorf zeigte Rinteln eine gute Leistung und musste sich dem turmhohen Favoriten nur mit 2:3 geschlagen geben. In diesem Spiel bot Luca Lohmeier eine herausragende Vorstellung, war mit seinem Tempo von keinem SSG-Spieler zu stoppen. Diese konzentrierte Darbietung ist die Basis, um auch gegen den Tabellendritten punkten zu können. „Wir hatten gegen Halvestorf eine zehnminütige Tiefschlafphase, da kassierten wir alle drei Gegentore. Der Rest war richtig gut“, meinte ein zufriedener Inserra.

Der neue Coach des SC Rinteln übernahm eine riesengroße Herausforderung. Der Kader ist nach den Abgängen sehr schmal besetzt. Immer wieder ist Inserra gezwungen, bei der Aufstellung in die Trickkiste zu greifen. So müssen regelmäßig Altsenioren-Spieler wie Serdar Akgün, Tomas Muzik oder zuletzt Jan Elstrod aushelfen. Eine starke Partie im Pokal bot Moritz Tangemann. Der Finanzschüler wurde vom SCR-Trainer ins kalte Wasser geworfen und der lange Lulatsch meisterte seine Aufgabe als Innenverteidiger tadellos. „Moritz ist aber nur unter der Woche greifbar, fällt also am Sonntag aus“, erklärt Inserra.
Im Kader gibt es bei den Rintelnern also stets ein Kommen und Gehen. Bei Mamadou Barry zwickt das Knie. Deshalb wurde der Außenverteidiger im Pokal geschont. „Am Sonntag muss er wohl ran“, mutmaßt der Coach. Fynn Flentge ist aus dem Urlaub zurück und auch Torjäger Bendik Kruska ist wieder spielbereit. Volkmar Vöge ist im Lauftraining und vielleicht im Spiel bei TB Hilligsfeld wieder eine Alternative.
„Die Jungs, die da sind, arbeiten richtig gut. Das ist schön anzusehen“, lobt Inserra. Nach dem Spiel gegen den SV Ihme-Roloven geht es für den Trainer in die italienische Heimat nach Sizilien zu einer Hochzeit. „Das stand lange vor meinem Engagement beim SCR fest. Ich bin dann zehn Tage nicht da, brauche die Zeit auch zum Durchpusten. André Lohmeier, Marco Klappauf und Julian Meyer werden mich vertreten“, berichtet Inserra.
Die Ansetzungen: Samstag, 15 Uhr: TSV Barsinghausen – BW Tündern; Sonntag, 15 Uhr: SC Rinteln – SV Ihme-Roloven, FC Hevesen – TuS SW Enzen, VfL Bückeburg – FC Springe, SV Arnum – SV Eintracht Afferde, FC Bad Pyrmont Hagen – TuS Jahn Lindhorst, TSV Kirchdorf – SV Gehrden, TV Jahn Leveste – TB Hilligsfeld; spielfrei: MTV Rehren A/R.
