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Nervenschlacht zwischen dem SC Deckbergen-Schaumburg und der TSG Ahe-Kohlenstädt endet 8:8

Nervenschlacht zwischen dem SC Deckbergen-Schaumburg und der TSG Ahe-Kohlenstädt endet 8:8

Foto: Jens Scheermann bleibt im Derby ungeschlagen und punktet für die TSG Ahe-Kohlenstädt dreifach.


Tischtennis. Das ist eine richtige Nervenschlacht gewesen: Das Nachbarschaftsduell in der 1. Bezirksklasse Gruppe 4 zwischen dem SC Deckbergen-Schaumburg und der TSG Ahe-Kohlenstädt entwickelte sich zu einem echten Tischtennis-Krimi mit wechselnden Führungen. Nach über dreistündiger Spielzeit gab es in diesem Derby ein gerechtes 8:8-Unentschieden.

Die Spieler beider Mannschaften kennen sich aus dem Effeff. Und so war fast jedes Match eine enge Kiste. 21 Sätze wurden erst in der Verlängerung entschieden. So endeten einige Durchgänge mit 20:18, 18:16, 15:13 oder 14:12. Das unterstreicht, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten.


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Dabei legten die SC-Herren einen klassischen Fehlstart hin und verloren alle drei Doppel. Die TSG führte mit 3:0 und alles sah nach einem klaren Auswärtserfolg aus. Doch dann zeigten die Gastgeber ihren Kampfgeist. So wurde um jeden Punkt gekämpft. Torben Schmidt rang Michael Wallbaum nach 1:2-Satzrückstand mit 3:2 nieder. Doch Stefan Wolff konterte mit einem 3:0-Erfolg gegen Andreas Bradt zum 4:1-Zwischenstand für die Gäste.

David Kuhr besiegte Uwe Deppe in drei engen Sätzen, Alexander Puttler und Dirk Heisterhagen glichen mit ihren Fünfsatz-Erfolgen zum 4:4 aus. Puttler ließ Heinrich Tegtmeier im Entscheidungssatz mit 11:3 keine Chance. Heisterhagen drehte eine schon verloren geglaubte Partie gegen Rafael Fischer. Fischer gewann die ersten beiden Durchgänge mit 12:10 und 11:8, vergab dann im dritten Satz sogar Matchbälle. Heisterhagen holte sich Abschnitt Nummer drei mit 13:11 und den vierten Satz mit 11:6. Im fünften Durchgang führte Fischer bereits mit 9:6, doch dann machte Heisterhagen fünf Punkte in Folge und entriss Fischer den sicher geglaubten Sieg.

Im entscheidenden Moment sind Alexander Puttler (links) und Andreas Bradt voll da und retten mit dem Sieg im Abschlussdoppel noch einen Punkt für den SC Deckbergen-Schaumburg.

Jens Scheermann brachte mit einem 3:2-Erfolg gegen Fabian Wischnewski die Aher wieder mit 5:4 in Front. Dabei wurden drei Sätze erst in der Verlängerung entschieden. Der SC ließ sich nicht entmutigen und unterstrich an diesem Abend seine Einzelstärke. Torben Schmidt bezwang Stefan Wolff im Spitzeneinzel in vier Sätzen, Andreas Bradt und David Kuhr setzten sich jeweils mit 3:1 gegen Michael Wallbaum und Heinrich Tegtmeier durch. So drehte der SC die Begegnung und machte aus einem 0:3-Rückstand eine 7:5-Führung. Nun war plötzlich der SC auf der Siegerstraße.

Für beide Mannschaften ging es nicht nur um das Prestige, sondern auch um wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Das motivierte die TSG-Spieler und so schlugen die Aher zurück. Uwe Deppe (3:0 gegen Alexander Puttler), Jens Scheermann (3:0 gegen Dirk Heisterhagen) und Rafael Fischer (3:1 gegen Fabian Wischnewski) brachten die Gäste mit 8:7 in Front.



Nun roch die TSG Ahe-Kohlenstädt wieder am Auswärtssieg. Und im letzten Doppel zeigte der SC, dass sie doch Doppel spielen können. Andreas Bradt und Alexander Puttler setzten sich gegen Michael Wallbaum und Heinrich Tegtmeier mit 11:5, 14:12 und 11:6 durch. Damit retteten die SC-Herren noch ein verdientes Unentschieden.

Die Ergebnisse: Bradt/Puttler – Wolff/Fischer 1:3, Schmidt/Wischnewski – Wallbaum/Tegtmeier 1:3, Kuhr/Heisterhagen – Deppe/Scheermann 1:3. Schmidt – Wallbaum 3:2, Bradt – Wolff 0:3, Kuhr – Deppe 3:0, Puttler – Tegtmeier 3:2, Heisterhagen – Fischer 3:2, Wischnewski – Scheermann 2:3, Schmidt – Wolff 3:1, Bradt – Wallbaum 3:1, Kuhr – Tegtmeier 3:1, Puttler – Deppe 0:3, Heisterhagen – Scheermann 0:3, Wischnewski – Fischer 1:3. Bradt/Puttler – Wallbaum/Tegtmeier 3:0.

Nur zwei Tage später kassierten die SC-Herren eine deutliche 4:9-Schlappe beim VfL Bad Nenndorf. Beim Tabellendritten lief es für den SC in den Doppeln besser. So führten die Gäste mit 2:1. Doch dann waren in den Einzeln nur noch Alexander Puttler und Dirk Heisterhagen erfolgreich. So musste der Tabellensechste in eine 4:9-Pleite einwilligen.

Die Ergebnisse: Schmidt/Wischnewski 3:1, Bradt/Puttler 3:1, Kuhr/Heisterhagen 1:3. Bradt 0:3, Schmidt 1:3, Puttler 3:2, Kuhr 1:3, Wischnewski 0:3, Heisterhagen 3:1, Schmidt 0:3, Bradt 2:3, Kuhr 0:3, Puttler 2:3.

Dirk Heisterhagen gibt nie auf und dreht ein schon verloren geglaubtes Match.