Null-Runde für LSV Rinteln

Foto: „Schnupperer“ Thomas Seipp (r.) und Uli Gmelin beim Start.
Segelfliegen. Die Verteidigung der Deutschen Meisterschaft ist für den LSV Rinteln in weite Ferne gerückt. Aufgrund der stabilen sommerlichen Hochdruckwetterlage ohne Wolken hatten die LSV-Piloten keine Chance auf schnelle Flüge. Durch die Null-Runde rutschte der Titelverteidiger in der Bundesliga-Tabelle von Rang drei auf fünf ab. Sieger der 9. Runde wurde der SFV Bad Wörishofen. Tabellenführer bleibt der FSC Odenwald Walldürn.
Laut Wetterbericht sollte am Samstag in den frühen Morgenstunden in einem Zeitfenster von zwei bis drei Stunden Südostwind aufkommen, wodurch die Chance bestand, kurzzeitig den Hang des Wesergebirges für Flüge zu nutzen. Gegen 7 Uhr waren die LSV-Piloten startbereit. Nur der vorhergesagte Hangwind aus Südost stellte sich nicht ein.

Ein Segelflugzeug wurde an den Hang geschleppt, ein sogenannter „Schnupperer“. Der erkundete den Hang bis westlich der Porta, ohne dass irgendein Aufwind zu finden war. Der Rückweg von dort war nur möglich unter kurzer Zuhilfenahme des Hilfsmotors. Die frustrierte Besatzung war somit nach nur 30 Minuten wieder am Boden und da war die Aussicht auf ein gemütliches gemeinsames Frühstück im Vereinsheim nur ein schwacher Trost.
Auch der Sonntag ließ witterungsbedingt dem LSV Rinteln keine Chance, einen Liga-Flug zu platzieren. Die Piloten, die zurzeit anderweitig im Fliegerurlaub sind, befanden sich ebenfalls in den falschen Regionen Deutschlands. So mussten die LSV-Piloten eine Null-Runde hinnehmen.

Aufgrund der Wetterlage flogen deutschlandweit nur 14 Vereine in die Punkte. Den Runden-Sieg holte sich Bad Wörishofen vor Königdorf, Laichingen, Dettingen und der Fliegergruppe Wolf Hirth. Spitzenreiter bleibt Odenwald Walldürn mit 127 Punkten vor Königdorf (122), Bad Wörishofen (103), Schwarzwald (99) und dem LSV Rinteln mit 96 Punkten.