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Oberländer und Winsmann hoffen auf ein sportliches Saisonende in der Bezirksliga

Oberländer und Winsmann hoffen auf ein sportliches Saisonende in der Bezirksliga

Foto: Uwe Oberländer hofft, die Serie mit dem SC Rinteln beenden zu können und die Aufstiegsrunde in der Bezirksliga zu erreichen. Dann könne der Trainerfuchs eine entspannte Meisterrunde erleben.

Fußball. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zusammen mit den jeweiligen Landeschefinnen und Landeschefs am vergangenen Mittwoch (28. Oktober) einen neuen Teil-Lockdown für Deutschland ab dem heutigen Montag (2. November) beschlossen. Der Amateursport kommt erneut zum Erliegen. Der Ball ruht in sämtlichen Spielklassen unterhalb der Profiligen. Auch in den Bezirksligen sind die restlichen Spiele für dieses Jahr von der Spielleitung abgesetzt worden. August-Wilhelm „Auwi“ Winsmann, der 1. Vorsitzende des NFV-Bezirks Hannover, hofft, dass im Frühjahr zumindest die Qualifikationsrunden in den zehn Bezirksligastaffeln zu Ende gespielt werden können.

Die Fußballer im Bezirk waren auf einem guten Weg, ihre Qualifikationsrunden durchzubekommen. Doch die zuletzt dynamische Entwicklung der Neuinfektionen, machte dem Vorhaben ein Strich durch die Rechnung. In der Bezirksliga Staffel 3 wurden neun von 14 Spielen absolviert. Lediglich der TSV Algesdorf und der TSV Hagenburg müssen noch ein Nachholspiel bestreiten. An der Tabellenspitze stehen zwei Überraschungsteams. Nicht die hoch gehandelten Algesdorfer und Hagenburger führen die Tabelle an, sondern der MTV Rehren A/R und der SC Rinteln, beides Abstiegskandidaten in der Abbruchsaison im Vorjahr. Der MTV kommt nach neun Spielen auf 20 Punkte und 21:8 Tore, der SCR liegt punktgleich und 13:6 Toren in Lauerstellung auf Rang zwei. Damit hätten sich aktuell sowohl die Rehrener als auch die Rintelner für die Aufstiegsrunde zur Landesliga qualifiziert. Die Teams auf den Plätzen drei bis acht müssten in die Abstiegsrunde.

Doch das ist erst einmal Zukunftsmusik, denn für die Vereine stellt sich die spannende Frage, wie soll die begonnene Serie zu Ende gespielt werden? Eine Patentlösung hat „Auwi“ Winsmann auch nicht parat. Der Bezirkschef hofft aber, zumindest die Qualifikationsrunden in den zehn Bezirksligastaffeln im nächsten Jahr durchzubekommen. „Vieles hängt davon ab, wann wir wieder starten können“, weiß Winsmann. Endet die Unterbrechung der Saison schon im März oder April, dann könne vielleicht die Meister- und die Abstiegsrunde durchgezogen werden. „Das wäre die Kür“, verrät „Auwi“. Sollte der Re-Start aber erst im Mai vollzogen werden, dann müsse man wohl eine andere Wertung austüfteln. „Wir werden aber die Vereine mit ins Boot holen, deren Meinung hören und nicht den Auf- oder Abstieg am Schreibtisch entscheiden“, verspricht Winsmann.

Für den SC Rinteln kam die Saisonunterbrechung zur Unzeit. Die Truppe von Trainer Uwe Oberländer war in bestechender Form, landete zuletzt drei „Zu-Null-Siege“ und schwamm auf einer Erfolgswelle. „Der Saisonstopp war aber die einzig richtige Entscheidung“, stellt der SCR-Coach klar. Beim Tabellenzweiten gibt es morgen eine Telefonkonferenz zwischen Mannschaft und Trainerteam. „Ich gebe den Jungs den individuellen Trainingsplan für die nächsten vier Wochen. Wir wollen auf alles vorbereitet sein, das gute Fitnesslevel erhalten. Wir dürfen nicht schludern, denn das Erreichen der Aufstiegsrunde würde viel Druck vom Verein nehmen“, weiß Oberländer. Im Dezember soll dann wieder das Mannschaftstraining starten.

Die Steinanger-Kicker hoffen, die Serie auf sportlichem Wege beenden zu können. „Es wäre schön, wenn wir die restlichen fünf Spiele der Qualifikationsrunde im März und April bestreiten könnten“, so Oberländer. Dann könnte man im Mai und Juni die sieben Spiele in der Auf- und Abstiegsrunde durchziehen. Der erfahrene SCR-Coach sieht genügend Luft, um die Saison 2020/21 sportlich abzuschließen. „Notfalls müsste man die Serie bis Ende Juni verlängern“, meint Oberländer.