Pfingstwochenende kein Flugwetter für den LSV Rinteln

Foto: Gift für die Segelfluggemeinde: Ein wolkenloser Himmel soweit das Auge reicht.
Segelfliegen. Der Leidensweg des LSV Rinteln in der Segelflug-Bundesliga nimmt kein Ende. In der 5. Runde belegten die Weserstädter Platz 24 und bleiben damit auf dem 25. und letzten Tabellenplatz hängen.
„Tendenziell ist absehbar, wohin die Reise für den LSV Rinteln in dieser Saison hingeht: Wir werden in die 2. Liga absteigen – und das wird sich trotz aller Anstrengungen kaum vermeiden lassen“, ist sich LSV-Presse-Sprecherin Christine Grote sicher. „Das neue Wettbewerbsformat ist darauf ausgelegt, mehr Facetten des Segelfliegens abzubilden, etwa das Fliegen großer Strecken, was grundsätzlich zu begrüßen ist. Für einen kleinen Verein wie den unseren ist dies jedoch kaum leistbar.“
Das Pfingstwochenende war einmal mehr Gift für die Segelfluggemeinde in Norddeutschland: Sommer , Sonne und kaum Thermik. „Sechs Wertungsflüge, davon drei auf maximale Streckenlänge optimiert und drei weitere mit Fokus auf Geschwindigkeit – das können wir personell nicht abdecken“, sagte Grote. „Unsere aktivsten Piloten sind gleichzeitig Schlepppiloten, Windenfahrer oder Fluglehrer. Im Sinne unserer Vereinsgemeinschaft und der Nachwuchsförderung kann daher nie die maximal mögliche Bundesliga-Crew gleichzeitig abheben.“

So brachte die vergangene Wochenendrunde erneut ein ernüchterndes Ergebnis. Dabei spielte es kaum eine Rolle, ob die Ligaregeln inzwischen anders sind: Wenn gerade einmal ein Flug über 200 Kilometer möglich ist, spricht das nicht für gutes oder schnelles Wetter.
Während die Kollegen aus Königsdorf gleich mehrfach Strecken von mehr als 1000 Kilometern absolvieren konnten, hatten die Rintelner Mühe, überhaupt vom Platz wegzukommen. Ohne Bernd Goretzki, der ab Locktow für den LSV unterwegs war, wäre der Verein auf dem letzten Platz der fünften Runde gelandet. Mit seinem ebenfalls beachtlichen 1000-km-Flug rettete er den Verein auf den vorletzten Rang.
Lokalmatador Reinhard Schramme mit Co-Pilot Rolf Bödeker gelang es gemeinsam mit Michael Sasse und Daniel Schramme immerhin eine Schnittgeschwindigkeit von gut 90 km/h in die Wertung einzubringen. Mehr war an diesem bisher sommerlichsten Wochenende in Rinteln einfach nicht drin.
Die 5. Runde gewann der SFZ Königsdorf vor dem SFV Bad Wörishofen und der FG Neckartal Köngen. Die Gesamtwertung führt Bad Wörishofen vor Königsdorf und dem LSR Aalen an.