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Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cup: SV Engern ist gegen den SC Möllenbeck der turmhohe Favorit

Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cup: SV Engern ist gegen den SC Möllenbeck der turmhohe Favorit

Foto: Der SC Schwalbe Möllenbeck ist im Finale des Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cups gegen den klassenhöheren SV Engern der krasse Außenseiter.


Fußball. Die Rollen sind klar verteilt im Finale des Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cups. Auf der einen Seite steht der Kreisligist SV Engern, der im bisherigen Turnierverlauf mit deutlichen Siegen gegen den SC Rinteln (4:1) und TSV Eintracht Exten (4:0) für Aufsehen sorgte. Auf der anderen Seite steht der Überraschungsfinalist SC Schwalbe Möllenbeck, der mit engagierten Auftritten sowohl dem TSV Krankenhagen (2:0) als auch dem TSV Steinbergen (6:4 nach Elfmeterschießen) das Fürchten lehrte. Das Endspiel findet morgen Abend (31. Juli) um 19 Uhr auf der Sportanlage des TSV Eintracht Exten statt. Die Spielzeit beträgt zweimal 45 Minuten. Der Eintritt ist frei. Moderiert wird das Finale von Frank Rasche, dem Stadionsprecher von Hannover 96. Die User von Rinteln-Sport sind sich einig und tippen bei der Umfrage den SV Engern als Sieger. 78 Prozent setzen auf den Kreisligisten, 22 Prozent auf den Außenseiter. Bis zum Anpfiff könnt ihr noch euren Tipp abgeben.


Was glaubst Du? Wer gewinnt das Endspiel um den Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cup zwischen dem SV Engern und dem SC Schwalbe Möllenbeck?


Der Artikel wird euch präsentiert von der Sparkasse Schaumburg.

Der SV Engern verwöhnt aktuell seine Fans mit herzerfrischenden Offensivfußball. Es macht Spaß dem Kreisligisten zuzusehen. Der klassenhöhere SC Rinteln hatte keine Chance und auch der Kreispokalsieger TSV Eintracht Exten ging im Angriffswirbel der Skoruppa-Elf unter. „Da machte das Trainerherz Luftsprünge. Die Jungs kicken richtig gut. Doch gewonnen ist noch gar nichts. Jetzt zählt es, das vorhandene Potenzial in jedem Spiel abzurufen“, erklärt Skoruppa und tritt auf die Euphoriebremse. Der neue SVE-Trainer rechnet mit einem galligen SC Möllenbeck. „Der SC ist nicht irgendwie ins Endspiel gekommen. Auch Möllenbeck hat Qualität. Wir müssen Vollgas abrufen, Demut zeigen und nicht arrogant auftreten. Beim Sasse-Lack-Schaumburg-Pokal hatten wir den Finaltag so richtig verkackt“, spricht Skoruppa Klartext. In einem Finale könne alles passieren. Doch eines sei auch klar. „Wenn wir so spielen, wie am Dienstag, dann werden wir das Spiel gewinnen“, meint Skoruppa. Justin Pollmeyer ist verhindert, dafür kehren Nico Luther und Philipp Walter wieder ins Team zurück.

Nach 1985, 1986, 2012, 2016 und 2024 könnte der SV Engern zum 6. Mal sich die Stadtkrone aufsetzen. Beim letzten Sieg vor zwei Jahren gewannen die Gänsedörfler gegen den SC Deckbergen-Schaumburg mit 3:0.

SVE-Neuzugang Niklas Klappauf (Mitte) ist auf der rechten Außenbahn ein belebendes Element.

Völlig überraschend zog der SC Schwalbe Möllenbeck ins Finale ein. Aber das Erreichen des Endspiels ging absolut in Ordnung. Beim 2:0-Erfolg gegen den TSV Krankenhagen waren die Eberwein-Schützlinge das bessere Team, verteidigten stark gegen den torhungrigen TSV. Und gegen den Kreisligisten TSV Steinbergen holte der Außenseiter einen 0:2-Rückstand auf und siegte nach Elfmeterschießen. Der Finaleinzug ist also kein Zufall. In der Rolle des Underdogs fühlen sich die Schwalben pudelwohl. „Der SV Engern ist der turmhohe Favorit. Alles andere als eine klare Niederlage wäre eine Überraschung. Wir müssen leiden können, brauchen auch den Papst in der Tasche, aber in so einem Finale kann eben auch alles passieren“, weiß der langjährige Betreuer Karsten Schröder.

Jordan Frühmark brach sich im Halbfinale die Hand und wird nächste Woche operiert. Auch Marcel Nottmeier und André Nax fallen aus. Dennis Nottmeier steht wieder im Kader, Florian Vietmeier versucht pünktlich vom Studienort Bochum in Exten zu sein und auch Ewald Neumann rückt in die Startformation. „Wir müssen lange die Null halten oder zumindest lange in Schlagdistanz sein. Wir wollen keinen Schönheitspreis gewinnen, sondern das Spiel“, erklärt Schröder.

Karsten Schröder stand zeitweise beim letzten Stadtmeisterschaftssieg der Möllenbecker auf dem Feld. Im Jahr 1993 besiegten die Schwalben im Finale den SC Rinteln mit 3:1. „Wir lagen mit 0:1 hinten, dann sah ich nach einem Beinstellen gegen Heiko Ruhe eine nicht berechtigte Rote Karte. In Unterzahl haben wir die Partie noch gedreht“, erinnert sich Schröder an den letzten Erfolg vor 33 Jahren zurück. Im Jahr 1990 setzte sich der SC durch einen 2:1-Erfolg gegen den TSV Krankenhagen die Stadtkrone zum ersten Mal auf.

Mehr Siege gab es für die Möllenbecker in der langen Geschichte des Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cups nicht zu bejubeln. Sieben Mal stand der SCM danach noch im Finale und alle sieben Endspiele gingen verloren. 1994 (1:2) und 1995 (2:4) kassierte man Niederlagen gegen die SG Deckbergen/Schaumburg, 1998 (1:3) gegen den TSV Eintracht Exten, 2001 (2:8) gegen den SC Rinteln, 2012 (2:7) und 2016 (0:2) gegen den SV Engern und 2018 (1:3) gegen den TSV Steinbergen. Im achten Anlauf peilt der SC Schwalbe Möllenbeck die Sensation an und will dem SV Engern kräftig in die Suppe spucken.

Auf SC-Keeper Silas Everding wartet im Endspiel wohl Schwerstarbeit.