Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cup: SV Engern triumphiert mit 6:1 – SC Möllenbeck ist im Finale chancenlos

Foto: Der SV Engern gewinnt den Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cup 2026.
Fußball. Der SV Engern ist im Endspiel des Rintelner-Sparkassen-Fußball-Cups seiner Favoritenrolle gerecht geworden und besiegte den Überraschungsfinalisten SC Schwalbe Möllenbeck mit 6:1. Gut 300 Zuschauer sahen auf der Sportanlage des TSV Eintracht Exten einen spielfreudigen neuen Stadtmeister. Der eine Klasse tiefer spielende SC wehrte sich nach Kräften, war aber letztendlich chancenlos. Damit setzte sich der SV Engern nach 1985, 1986, 2012, 2016, 2024 und nun 2026 zum sechsten Mal die Stadtkrone in der 45-jährigen Geschichte der Stadtmeisterschaft auf. Dagegen hält der Endspielfluch der Möllenbecker weiter an. Die Pleite des SC war die achte Finalniederlage in Folge. Die User von Rinteln-Sport hatten den richtigen Riecher. 77 Prozent tippten auf den SV Engern als Sieger.
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Von Beginn an ging die Partie nur in eine Richtung. SVE-Trainer Patrick Skoruppa ermahnte seine Jungs in der Ansprache vor dem Endspiel, den SC Möllenbeck nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Und der neue Coach fand Gehör bei seinen Spielern. Angriff auf Angriff rollte auf den SC-Kasten um den starken Torwart Silas Everding. Eine halbe Stunde hielt der Außenseiter gut mit, stand tief, machte die Räume eng und ging beherzt in die Zweikämpfe. Gugo Tamoyan (14.) zwang Everding aus 20 Metern zur ersten Glanzparade, nur drei Minuten später verzog der SVE-Torjäger aus aussichtsreicher Position.

In der 19. Minute klingelte es im Tor der Möllenbecker. Lennox Rudolph kam zentral frei zum Schuss, der Ball wurde noch abgefälscht und lag in den Maschen – 1:0 für Engern. Der SC antwortete aber prompt. Nach dem Anstoß wurde Malik Everding an der Strafraumkante gekonnt freigespielt und der SC-Stürmer versenkte das Leder humorlos zum 1:1-Ausgleich (20.) im Netz.
Engern ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Mit Spielwitz und hohem Tempo setzte der SVE das Schwalbennest unter Dauerbeschuss. Everding hielt überragend gegen Rudolph (29.), Domenik Reinhardt (31.) und Denis Stapel (32.). Ein Tor lag in der Luft. Und es fiel auch in der 34. Minute. Domenik Reinhardt staubte ab und ballerte das Spielgerät zum 2:1 für Engern unter das Tordach. Nur eine Minute später erhöhte Rudolph (35.) mit einem platzierten Flachschuss neben den Pfosten auf 3:1. Von diesem Doppelschlag erholte sich der Kreisklassist nicht mehr.

Nach dem Seitenwechsel markierte Rudolph seinen dritten Tagestreffer zum 4:1 (54.) und Gugo Tamoyan (59./63.) schraubte das Ergebnis mit einem Doppelpack auf 6:1 in die Höhe. Dazwischen traf Stapel (60.) noch die Latte. Möllenbeck war nun wehrlos gegen einen übermächtigen SV Engern.
In der Schlussphase scheiterte Rupert Frick (82.) freistehend an Everding, Gian Luca Hannemann (83.) schob das Leder am leeren Tor vorbei, ein Frick-Schuss (87.) klatschte an den Pfosten und dann brannte es im SC-Strafraum nach einer Walter-Ecke direkt aufs Tor gezogen und nach dem Nachschuss von Niklas Klappauf (88.). Es blieb aber beim 6:1 für einen bärenstarken SV Engern.

Der SC Möllenbeck muss sich aber nicht grämen. Der Einzug ins Finale war eine überragende Leistung der Mannschaft von Trainer Sven Eberwein. Im Endspiel war dann kein Kraut gegen den SV Engern gewachsen.
Schiedsrichter Timon Hösl, mit Gianluca Wilmsmeier und Alex Fröhlich an der Linie hatte keine Probleme mit der fairen Begegnung. 96-Stadionsprecher Frank Rasche fungierte als Moderator und führte fachkundig durch das Spiel.


Auf dem Video bei Rinteln-Sport könnt ihr euch die Trainerrstimmen vor und nach dem Spiel von Sven Eberwein (SC Schwalbe Möllenbeck) und Patrick Skoruppa (SV Engern) ansehen.
SC Möllenbeck: Silas Everding, Benjamin Wattenberg, Virginio Schäfer, Dean Frühmark (80. Abdulrahman Alsalem), Kamuran Özkan (57. Giuseppe Li Puma), Cetin Özkan (57. Mehmet Özkan), Malik Everding (87. Tjark Bachmann), Ewald Neumann, Florian Vietmeier, Shawn Frühmark, Simon Viola (70. Shady Alkhalil).
SV Engern: Dustin Walther, Nico Luther, Tim Thiedig (70. Azad Bozkurt), Jonas Packner (70. Marcel Goihl), Gugo Tamoyan (70. Daniel Breinenger), Domenik Reinhardt, Denis Stapel (65. Gian Luca Hannemann), Lennox Rudolph, Rupert Frick, Niklas Klappauf, Maximilian Beißner (57. Philipp Walter).
