Rückschlag für den LSV Rinteln

Foto: Landung von Daniel Schramme (vorn) und Vater Reinhard am Samstag.
Segelfliegen. Rückschlag für die Bundesliga-Piloten des LSV Rinteln: In der 7. Runde der Bundesliga reichte es für die Weserstädter nur zu Platz 23, kassierten dafür lediglich einen Punkt für die Gesamt-Tabelle und belegen jetzt Platz 18 in der Gesamt-Wertung.
Der Samstag startete mit fantastischer Optik – ein Bilderbuchhimmel, der Segelfliegerherzen höherschlagen ließ. Christine Grote, die an diesem Tag Fluglehrerdienst hatte und mit Flugschüler Hauke Kluck unterwegs war, gelang gleich beim ersten Windenstart trotz niedriger Ausklinkhöhe der Einstieg in die Thermik. „Ich habe wirklich Spaß am Schulen und kann mich auch für die Fliegerkameraden freuen, aber innerlich blutete dann doch das Herz bei dem Gedanken, einen solch guten Tag nicht für einen eigenen Überlandflug nutzen zu können“, gab sie gegenüber ihren Schülern zu.
Während also in Rinteln der Schulbetrieb seinen Lauf nahm, kämpften die Ligapiloten mit erstaunlich schwieriger und überhaupt nicht zur Optik passender Thermik. Reinhard Schramme und Co-Pilot Karsten Fahrenkamp fanden keine guten Linien, hatten aber im Gegensatz zu ihren Mitstreitern das Glück, nicht auf den Hilfsmotor angewiesen zu sein. Gemeinsam mit Daniel Schramme brachten sie Schnittgeschwindigkeiten von 90 und 84 km/h in die Samstagswertung.

Während sich die Optik in Rinteln merklich verschlechterte und keine längeren Thermikflüge am Platz mehr möglich waren, flog Bernd Konitz unbeirrt seine Strecke ab. Zwar musste auch er seinen Flautenschieber bemühen, um bei Bad Pyrmont erneut ins Rennen zu starten, doch anschließend gelang ihm noch ein Dreiecksflug über 300 Kilometer. Dank der neuen Regeln brachte ihm die geometrische Ausrichtung seiner Strecke über Waldeck, Hattorf, Aue und zurück nach Rinteln zusätzliche Punkte. Am Samstagabend lag er damit sowohl in der Speed- als auch in der Streckenwertung vor seinen Vereinskollegen.
Der Sonntag bot keine nutzbare Thermik. Der kräftige Wind ließ jedoch hoffen, dass fehlende Punkte am Hang aufgeholt werden könnten. Dietmar Heintze und Michael Sasse mit Flugschüler Hauke Kluck waren die einzigen der Sonntagsmannschaft, denen respektable Schnittgeschwindigkeiten von rund 119 km/h gelangen.
Doch ein Blick am späten Sonntagabend auf die bundesweiten Ergebnisse brachte Ernüchterung: Im Rheintal und vor allem in Süddeutschland flogen die Spitzenpiloten Schnittgeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h und Strecken jenseits der 500 Kilometer. Davon konnten die Nordvereine nur träumen.
Rundensieger wurde der LSC Burg Feuerstein vor Segelflugparadies Dannstadt und dem LSR Aalen. Die Gesamt-Wertung führt der SFV Bad Wörishofen vor dem SFZ Königsdorf und der FG Neckartal Köngen an.
