SC Deckbergen-Schaumburg hat böse Erinnerungen an das letzte Gastspiel beim SC Auetal

Foto: Keine guten Erinnerungen hat der SC Deckbergen-Schaumburg an den letzten Auftritt an der Rehrener Obersburg. Mit 0:7 ging die Partie beim SC Auetal verloren. Jason Schlosser (links) fehlt dem SC DS urlaubsbedingt, Niklas Müller dem SCA verletzungsbedingt.
Fußball. Es gibt Spiele, von denen erzählt man Jahrzehnte später seinen Enkeln noch, wie toll das war. Der Gegner ist natürlich nicht begeistert. Taucht ab in eine Erinnerungslücke. Aber wie war das „damals“, beim letzten Auftritt des SC Deckbergen-Schaumburgs an der Auetaler Obersburg? Es ist erst ein gutes Jahr her, in vorletzter Saison (11.5.2025), vier Spieltage vor Saisonende. Ein sportlicher Orkan tobte durchs Auetal. Fegte die Gäste aus Deckbergen-Schaumburg mit 7:0 vom Platz. Die Fans der Aue-Kicker lagen sich freudetrunken in den Armen. „Wir haben es geschafft und sind die Größten! Die Abstiegsangst ist weg. Nur rechnerisch noch möglich.“ Doch wer exakt rechnet stellt fest: Es war ein Monstersieg zum Untergang. Denn anschließend lief bei den Aue-Kickern nichts mehr. Der SCA verlor die restlichen Partien, während DS sich fing und eine Niederlagenserie von fünf horrend hohen Pleiten stoppte. Deckbergen-Schaumburg wurde Elfter am Saisonende, vier Plätze vor den Aue-Kickern, die abstiegen. Am Sonntag um 15 Uhr treffen beide Vereine wieder aufeinander.

Doch das ist Schnee von gestern. Nicht angebracht bei diesen Temperaturen. Viel hat sich bei den Mannschaften getan. Von den jubelnden Torschützen des 7:0 Sieges sind nur noch die Defensivkünstler Theo Dieterich und Marc Steinsiek dabei. Der Rest hat sich in den sportlichen Ruhestand verabschiedet (Florian Meyer, Emre Tas), pausiert berufsbedingt (Niklas Brecht) oder ist verletzt (Niklas Müller). Den Ton im Angriff geben mittlerweile neue Männer an der Aue an. Doch wer vom neuen „Trio Offensivo“ steht am Sonntag in der Startaufstellung? Von Engin Kiy, Sedat Talu und Dogan Dilek lässt Trainer Marco Gregor meist zwei beginnen und wechselte dann entsprechend ein.
Der SCA-Coach blickt zufrieden auf den 4:0-Erfolg gegen den TSV Eintracht Exten am Dienstagabend. „Das war eine rundum gelungene Vorstellung. Wir waren sofort hellwach“, freute sich Gregor. Die Mannschaft habe die geforderte Reaktion nach der Nicht-Leistung (0:2) in Steinbergen gezeigt. Der erfahrene Coach ist vom Fehlstart des SC Deckbergen-Schaumburg überrascht. „Beim Sasse-Pokal bereiteten sie uns große Probleme. Ich hätte den SC stärker eingeschätzt“, erklärt Gregor. Die Marschroute des SC ist klar: Mit kühlem Kopf und heißem Herzen soll ein Heimsieg eingefahren werden. „Ein Dreier ist Pflicht“, unterstreicht Gregor auch die Ambitionen der Heim-Elf.
Beim Sieg im Aufsteigerduell überzeugte Tino Schröder auf Anhieb. Der Innenverteidiger ist Co-Trainer beim Drittligisten TSV Havelse und deshalb nur sporadisch einsetzbar. Zusammen mit Mahsum Bayrak bildete Schröder ein echtes Abwehrbollwerk. „Das hatte alles Hand und Fuß, zum Zunge schnalzen“, lobte Gregor. Die Abwehrgranate kam auf Vermittlung von Senthooran Kiritharan ins Auetal. „Tino verlieh unserer Defensive eine enorme Stabilität und strahlte Ruhe aus“, war auch Kiritharan begeistert. Tino löse die meisten Situationen mit Übersicht und gebe seinen Mitspielern dadurch noch mehr Sicherheit. „Ich kenne Tino schon seit längerer Zeit und schätze ihn sowohl menschlich als auch sportlich sehr. Er ist in jeder Hinsicht ein Gewinn für die Mannschaft“, berichtet „Senthoo“.

Zwei Spiele, zwei Niederlagen, der SC Deckbergen-Schaumburg legte einen klassischen Fehlstart hin. Der Auftritt des SC bei der 2:6-Pleite gegen den SV Victoria Sachsenhagen war leblos. „Sachsenhagen hat jede gute Aktion abgefeiert, pushte sich so und erwischte einen Sahne-Tag. Bei uns lief dagegen überhaupt nichts zusammen. Jetzt erwarte ich eine Reaktion meiner Mannschaft“, erklärt SC-Trainer Kastriot Rexhepi. Nach einer negativen Überraschung will der SC nun positiv überraschen. Der Tabellenvorletzte muss in allen Bereichen eine Schippe drauflegen. „Abhaken und nach vorne schauen ist angesagt. Wir müssen unser Tor mit Leib und Leben verteidigen, dann können wir auch an der Obersburg punkten“, glaubt Rexhepi. Jason Schlosser ist im Urlaub.
Kiritharan wünscht dem neuen Coach des SC Deckbergen-Schaumburg eine gute Serie. Aber erst nach dem Auetal-Spiel sollen die Gäste mit dem Punkten beginnen. „Ich bin optimistisch, dass der SC Auetal am Sonntag das nächste Ausrufezeichen setzt“, so Kiritharan.
Die Ansetzungen: Samstag, 16 Uhr: SV Nienstädt 09 – TSV Steinbergen; Sonntag, 15 Uhr: TSV Hagenburg – TuS Niedernwöhren, TuS Lüdersfeld – FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen, VfL Bückeburg II – SV Obernkirchen, TSV Hespe – TSV Eintracht Exten, SC Auetal – SC Deckbergen-Schaumburg, SV Engern – SV Victoria Sachsenhagen, TSV Algesdorf – FC Stadthagen.
