SC Rinteln schießt den TuS Jahn Lindhorst ab

Foto: Der SC Rinteln feiert den 7:2-Derbysieg gegen den TuS Jahn Lindhorst.
Fotos von Sven Unruh
Fußball. Der SC Rinteln ist die Überraschungsmannschaft der Stunde in der Bezirksliga Staffel 3. Nach dem 5:0-Heimsieg gegen den schwachen SV Gehrden am ersten Spieltag ließ das Team von Trainer Giuseppe Inserra gegen den hoch eingeschätzten TuS Jahn Lindhorst ein 7:2-Heimsieg folgen. 49 Prozent der Rinteln-Sport-User hatten den richtigen Riecher und sahen den SCR als Sieger. 38 Prozent setzten auf die Gäste aus Lindhorst.
In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. „Wenn es zur Pause 4:3 für uns gestanden hätte, hätten wir uns nicht beklagen können. Das Spielglück war auf unserer Seite. Wir haben unsere Chancen eiskalt genutzt, Lindhorst ließ zahlreiche Hochkaräter liegen“, kommentierte Inserra.

Die ersten beiden Abschlüsse der Rintelner saßen. In der 4. Minute markierte Julian Bedey die schnelle Führung, Bendik Kruska legte in der 8. Minute das 2:0 nach. In der 21. Minute musste Miles Sydow das 1:2 machen. Aber er vergab die Riesenchance. Das Tor fiel auf der anderen Seite. Tim Franzmeier setzte sich auf dem Flügel durch, zog ab und der Ball zappelte in der 28. Minute zum 3:0 im Netz. Lindhorst spielte auch nach dem klaren Rückstand gefällig mit, konnte seine Chancen in der 37. und 40. Minute aber nicht zum Anschlusstreffer nutzen. Rinteln blieb eiskalt und Kruska markierte in der 42. Minute das 4:0. Nach einer Ecke in der Nachspielzeit kassierte Lindhorst durch ein Eigentor von Jasper Reese das 0:5.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb Rinteln torgefährlich. Nach dem 6:0 durch Kruska in der 52. Minute hatte der Gastgeber weitere sehr gute Chancen, die TuS-Keeper Maximilian Lanz zunichtemachte. Gegen den Schuss von Max Gahr in der 61. Minute war auch er machtlos – 7:0. Lindhorst gab immer noch nicht auf. Es entwickelte sich ein wildes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der 83. Minute endlich das Tor für die Gäste. Miles Sydow traf zum 1:7 und ließ zwei Minuten später das 2:7 folgen. Auch in den letzten Minuten sahen die Zuschauer auf dem Steinanger ein Spiel mit offenem Visier. Lindhorst vergab ebenso eine Riesenchance wie Rinteln. So blieb es nach einem mitreißenden Spiel beim 7:2-Erfolg des SC Rinteln.
„Vor der Saison haben uns viele als Abstiegskandidaten Nummer 1 bezeichnet. Um nicht gleich nach hinten durchgereicht zu werden, mussten wir die ersten beiden Heimspiele gewinnen. Und das Team hat geleifert“, freute sich Inserra über den perfekten Saisonstart. „Jeder kämpft für jeden, verteidigt aufopferungsvoll und macht lange Wege. Die Kameradschaft im Team ist top. Da kann etwas zusammenwachsen.“
SCR: Robin Ronnenberg, Finn Requardt, Mamadou Barry, Constantin Rachow, Luca Lohmeier (46. Max Gahr), Fynn Flentge, Bendik Kruska, Tim Franzmeier, Lennox Weishaupt (66. Muhammed Yel), Julian Bedey, Oliver Meinardus.
TuS: Maximilian Lanz, Luis Othmer (22. Jan Pittelkow, 51. Lennox Unruh), Jan-Malte Sydow, Miles Sydow, Vincent Unruh, Luca Blaser, Daniel Aust, Jasper Reese, Elias Kohnert (74. Arschia Jamshedi), Fabio Schütte, Pascal Holz.
