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SC Rinteln verkauft sich teuer – Knappe 2:3-Pokalniederlage gegen den Landesligisten SSG Halvestorf-Herkendorf

SC Rinteln verkauft sich teuer – Knappe 2:3-Pokalniederlage gegen den Landesligisten SSG Halvestorf-Herkendorf

Foto: Der Rintelner Tim Franzmeier (links) stoppt SSG-Stürmer Robin Tegtmeyer.


Fußball. Der SC Rinteln hat sich teuer in der 2. Runde des Krombacher-Bezirkspokals verkauft und bot dem Landesligisten SSG Halvestorf-Herkendorf einen spannenden Pokalfight. Am Ende setzte sich der Favorit verdient mit 3:2 durch. Eine Tiefschlafphase von zehn Minuten nach der Pause kostete dem Team von Trainer Giuseppe Inserra eine mögliche Pokalsensation. „Da hatten wir unseren Reaktor runtergefahren und alle drei Gegentore geschluckt“, erklärte der SCR-Coach.


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Der SC Rinteln stand tief, verteidigte sehr diszipliniert und konzentriert. Finanzschüler Moritz Tangemann zeigte als Innenverteidiger eine starke Partie. Die Gäste hatten 70 Prozent Ballbesitz, waren aber zu behäbig unterwegs. „Nach dem Sensationssieg gegen den TSV Wetschen am vergangenen Sonntag fehlte uns die richtige Einstellung in der ersten Halbzeit. Wir agierten zu umständlich und ohne Tempo“, meinte SSG-Co-Trainer Sören Peters, der in seiner aktiven Zeit auch für den SC Rinteln spielte.

Immer wieder warfen sich die Rintelner Defensivspieler in die Schüsse der SSG-Angreifer. Kam mal ein Ball auf das SCR-Gehäuse, war Keeper Benjamin Lohmann zur Stelle. Die beste Chance in der ersten Halbzeit besaßen die Hausherren. Der spielfreudige Luca Lohmeier war von den Gästen nicht zu bändigen. Nach einer schönen Einzelleistung scheiterte Lohmeier (11.) an SSG-Torwart Justin Gerche. Nach einer Akgün-Flanke ging der Kopfball von Muhammed Yel (28.) am Tor der Gäste vorbei. 

Super Rückhalt in Durchgang eins: SCR-Keeper Benjamin Lohmann.

Halvestorf hatte zwei dicke Chancen. Der flinke Alexander Manka war auf der linken Angriffsseite kaum zu stoppen. Beim ersten Hochkaräter scheiterte er an Lohmann (25.), bei der zweiten Hundertprozentigen verfehlte er das Ziel (39.). Rodi Celik (42.) schoss knapp am SCR-Tor vorbei. So blieb es zur Pause beim torlosen Remis. Ein echter Achtungserfolg der Rintelner.

Nach dem Seitenwechsel bestrafte der Landesligist eine Auszeit der Hausherren gnadenlos. Celik (48.) per Kopfball, Myles Neumann (50.) mit einem Flachschuss neben den Pfosten und Josh Jürgens (57.) mit einem überlegten Abschluss genau ins Eck schossen Halvestorf mit 3:0 in Führung. Der im zweiten Abschnitt im SCR-Tor stehende Fabian Mönkemöller streckte sich jedes Mal vergebens.

Rinteln fing sich wieder und verkürzte durch Oliver Meinardus auf 1:3 (61.). Die starke Vorarbeit leistete Luca Lohmeier. Die Gäste blieben am Drücker. Halvestorf wollte extra schöne Tore erzielen und verdaddelte beste Tormöglichkeiten. Mönkemöller hielt mit starken Paraden sein Team im Spiel. „Wir waren viel zu nachlässig im Torabschluss und betrieben Chancenwucher“, monierte Peters.

Der auffällige Halvestorfer Alexander Manka (rechts) wird vom starken SCR-Innenverteidiger Finn Requardt zu Fall gebracht.

Und so wurde es noch einmal kribbelig für den Landesligisten. Lohmeier zündete seinen Turbo, war auf und davon und markierte in der 88. Minute das 2:3. Doch der Sieg der Halvestorfer geriet nicht mehr in Gefahr. Rinteln bekam den Ball nicht mehr gefährlich in den Strafraum. Die SSG schaukelte den knappen Vorsprung über die Zeit. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir waren lange auf Augenhöhe mit einem Landesligisten“, lobte Inserra den starken Auftritt seiner Truppe.

SC Rinteln: Benjamin Lohmann (46. Fabian Mönkemöller), Finn Requardt, Constantin Rachow, Luca Lohmeier, Serdar Akgün (60. Noah Kissely), Muhammed Yel, Tim Franzmeier, Max Gahr, Lennox Weishaupt (77. Mori Kone), Moritz Tangemann, Oliver Meinardus.

SSG Halvestorf-Herkendorf: Justin Gerche, Ben Dubiel, Josh Jürgens, Alexander Manka (62. Bennett Heine), Lukas Dönecke (62. Diar Berisha), Robin Tegtmeyer (72. Julian Maass), Christopher Nakahosa, Tom Schieb, Myles Neumann (83. Arslan Azimi), Ibrahim Adyemo, Rodi Celik.

Die SCR-Defensive mit Oliver Meinardus (von links), Constantin Rachow, Moritz Tangemann und Finn Requardt hält in der ersten Halbzeit die Null.