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SG Blau-Rot-Weiss verliert das Gipfeltreffen gegen den VfL Bückeburg

SG Blau-Rot-Weiss verliert das Gipfeltreffen gegen den VfL Bückeburg

Foto: BRW-Kapitän Rupert Frick (rechts) spitzelt dem Bückeburger Louis Kastner den Ball vom Fuß.


Jugendfußball. Fußball kann brutal sein: Da machen die B-Junioren der SG Blau-Rot-Weiss 50 Minuten lang ein Top-Spiel gegen den VfL Bückeburg und am Ende bejubeln die Gäste einen 6:1-Erfolg im Duell um die Kreisliga-Vizemeisterschaft und der damit verbundenen Teilnahme an den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Bezirksliga. „So ist Fußball. Wir machen unsere Chancen nicht rein und Bückeburg bestraft unsere Patzer eiskalt“, erklärte ein völlig enttäuschter Holger Strohmeier nach Spielende.


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Beide Mannschaften lieferten sich ein intensives Jugendspiel auf gutem Niveau. In den ersten 20 Minuten besaß der VfL Bückeburg leichte Vorteile. Die erste Chance hatten aber die Blau-Rot-Weissen. Canel Yilmaz (4.) steuerte alleine auf VfL-Keeper Lukas Bergherr zu und scheiterte. Der Bückeburger Schlussmann spielte überragend, strahlte Sicherheit und Ruhe aus und vereitelte viele Top-Chancen der Hausherren mit starken Paraden.

Mit einem Traumtor gingen die Gäste mit 1:0 in Führung. „Abwehr-Kante“ Merabi Tsukhisvili (11.) zog einfach mal von der Mittellinie ab und der Ball senkte sich über BRW-Torwart Leonard Schüler in die Maschen. Das war ein Treffer der Marke „Tor des Monats“. Bückeburg wollte nachlegen, hatte Möglichkeiten, doch die BRW-Defensive hielt sich schadlos.

Immer wieder scheitert Blau-Rot-Weiss an VfL-Keeper Lukas Bergherr. In dieser Szene ist es Canel Yilmaz (rechts), der aber mit dem Pausenpfiff per Kopfball das 1:1 erzielt.

Ab der 30. Minute spielte nur noch BRW. Angriff auf Angriff rollte in Richtung VfL-Tor. Blau-Rot-Weiss hatte Chancen fast im Minutentakt. Peer Wilkening, Jonas Packner und Canel Yilmaz scheiterten am VfL-Schlussmann. Rupert Frick setzte einen 28-Meter-Freistoß an den Pfosten. In der Nachspielzeit gelang dann doch noch der verdiente Ausgleich. Nach einer Ecke köpfte Canel Yilmaz ungehindert zum 1:1 (40.+1) ein.

Im zweiten Spielabschnitt hielt BRW das Tempo hoch. Wilkening (44.) fand in Bergherr erneut seinen Meister. Fünf Minuten später hatte Wilkening Pech, dass sein 20-Meter-Hammer an den Pfosten klatschte. Bückeburg wankte fiel aber nicht. BRW verteidigte schlampig, klärte nicht konsequent. Das nutzte der VfL. Mit einem Doppelpack von Emad Al Saleh (53./61.) stellten die Bückeburger die Weichen auf Sieg. Nach dem 1:3 ergab sich BRW in sein Schicksal und der VfL schoss durch Tore von Janosch Krause (65.), Khalil Khelifi (78. per Foulelfmeter) und Louis Kastner noch einen deutlichen 1:6-Erfolg heraus.

Mit diesem Dreier dürfte sich der VfL Bückeburg den 2. Platz und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation gesichert haben. Der VfL hat drei Punkte Vorsprung und den direkten Vergleich mit zwei Siegen gegenüber Blau-Rot-Weiss gewonnen.



„Wir haben gut gespielt, Druck gemacht, aber zu viele Chancen liegen gelassen. Gehen wir in Führung, dann bin ich mir sicher, dass wir die Partie gewonnen hätten. Außerdem haben nicht konsequent verteidigt“, meinte BRW-Trainer Holger Strohmeier. Sein Gegenüber Christof Kiel war nach der beeindruckenden zweiten Halbzeit überglücklich. „Wir hatten ein wenig Dusel, haben am Ende auch um zwei oder drei Tore zu hoch gewonnen, aber meine Jungs zeigten sich im zweiten Spielabschnitt vor dem gegnerischen Tor eiskalt“, freute sich Kiel.

BRW: Leonard Schüler, Mateo Eulzer, Luke Fehrmann, Canel Yilmaz, Nick Paschko, Rupert Frick, Peer Wilkening, Johannes Rothe, Leo Herzig, Paul Bißmeier, Jonas Packner; Mathis Mercier, Jason Urlacher.

VfL: Lukas Bergherr, Milan Wormstedt, Tirstan Pasko, Emad Al Saleh, Hannes Will, Firaz Dawood, Merabi Tsukhisvili, Dominik Wilkening, Janosch Krause, Kenneth Aulich, Mats Dortmund; Louis Kastner, Leander Gaarmann, Khalil Khelifi, Nujdar Baro.

Der VfL Bückeburg mit Doppel-Torschütze Emad Al Saleh (rechts) gewinnt das Duell um die Vizemeisterschaft bei der SG Blau-Rot-Weiss mit Mateo Eulzer und Torwart Leonard Schüler mit 6:1.