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Sparkassen-Masters: SC Rinteln triumphiert

Sparkassen-Masters: SC Rinteln triumphiert

+++ Bericht, Bildergalerie und zwei Videos +++

Hallenfußball. Das 28. Sparkassen-Masters in der Obernkirchener Kreissporthalle ist vor ausverkauftem Haus mit einem verdienten Sieg des SC Rinteln zu Ende gegangen. Durch einen 2:0-Finalerfolg gegen den Landesligisten VfL Bückeburg holte sich der Bezirksligist den Sparkassen-Masters-Sieg 2019. Dritter wurde der VfR Evesen vor dem TSV Algesdorf. Auf Rang fünf kam der erfrischend aufspielende SV Victoria Lauenau, vor Gastgeber SV Obernkirchen, FC Stadthagen und dem SC Auetal. Als bester Torwart wurde Maximilian Schmidbauer vom TSV Algesdorf gewählt, die besten Torschützen waren mit jeweils fünf Treffern Niko Kleiber vom VfR Evesen und Jakob Kühn vom VfL Bückeburg.


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Der große Triumphator aus der Weserstadt kam nur sehr behäbig in das Turnier. Im ersten Spiel reichte es für den SC Rinteln nur zu einem 2:2 gegen den frechen Kreisligisten aus Lauenau. Tore Hachfeld traf zweimal für Lauenau, Artur Kalis und Serdar Akgün markierten die Tore für den SCR.


Bildergalerie (70 Bilder):


Im zweiten Spiel lief es gegen den Favoriten VfR Evesen spielerisch schon erheblich besser. Ivo Walter brachte den SCR mit 1:0 in Führung, doch der VfR ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und hatte ein wenig Glück, dass die abgefälschten Schüsse von Niko Kleiber und Kaoa Aosman im Netz landeten. Das Oberländer-Team unterlag dem späteren Gruppensieger mit 1:2.

Sinan Boga (von rechts) und Ivo Walter freuen sich mit Qendrim Krasniqi, der den SC Rinteln im Finale gegen den VfL Bückeburg mit 1:0 in Führung brachte.
Sinan Boga (von rechts) und Ivo Walter freuen sich mit Qendrim Krasniqi, der den SC Rinteln im Finale gegen den VfL Bückeburg mit 1:0 in Führung brachte.

Vor dem letzten Spiel der Gruppenphase war die Ausgangssituation der Rintelner klar: Ein Sieg oder ein Remis gegen den FC Stadthagen würde zum Weiterkommen reichen, bei einer Niederlage wäre der FC weiter gewesen. Der SCR zeigte aber eine blitzsaubere Leistung, hatte von Beginn an das Spiel im Griff, war sehr diszipliniert in der Defensive und im Angriff sehr effizient. Qendrim Krasniqi (2) und Noshkar Sharo schossen den 3:0-Erfolg heraus.

Damit stand der SC Rinteln im Halbfinale und traf dort auf den Gruppensieger TSV Algesdorf. Bis dahin waren die Algesdorfer ohne Niederlage geblieben, besiegten in der Gruppenphase eindrucksvoll den VfL Bückeburg mit 5:1. Beide Teams hatten großen Respekt voreinander. Mit einer Energieleistung erzielte Sinan Boga das 1:0 für den SCR. Der TSV setzte auf den spielenden Torwart Maximilian Schmidbauer bei Ballbesitz und entwickelte so großen Druck auf das SCR-Gehäuse. Aber die Defensive der Rintelner stand, zudem entschärfte der bärenstarke Luis Böhm im SCR-Kasten zwei hundertprozentige Chancen der Algesdorfer. Der TSV bestürmte das Tor, leistete sich einen Ballverlust und Krasniqi schob die Kugel zum 2:0 für den SC Rinteln ein. Der 1:2-Anschlusstreffer von Sebastian Eiselt 33 Sekunden vor dem Ende fiel zu spät, der SCR zog ins Finale ein.

SCR-Coach Uwe Oberländer ballt die Faust, der SC Rinteln ist Masterssieger.
SCR-Coach Uwe Oberländer ballt die Faust, der SC Rinteln ist Masterssieger.

Im Endspiel traf der SC Rinteln auf den VfL Bückeburg. Der VfL gewann im Halbfinale das Duell gegen den Erzrivalen VfR Evesen mit 4:1. Allerdings hatte der VfR mal wieder seine Emotionen nicht im Griff und kassierte im Halbfinale drei Zeitstrafen und eine Rote Karte. Das Finale war ein Spiel auf Augenhöhe. Der SCR kam von Spiel zu Spiel besser ins Turnier, der VfL fand gegen die clever aufspielenden Rintelner kaum mal eine Lücke. Der Bückeburger Alexander Bremer rettete nach einem Schuss von Ivo Walter auf der Linie. Auf der Gegenseite verzog Tobias Versick mit dem Außenrist. Rinteln übernahm das Zepter, Krasniqi wackelte seinen Gegenspieler aus und brachte den SC Rinteln mit 1:0 in Front. Als dann Yannik Walter einen Abpraller mit dem Kopf aus Nahdistanz über die Linie wuchtete stand der Rintelner Masterssieg fest. Für den neuen Mastersgewinner spielten: Luis Böhm, Noshkar Sharo, Artur Kalis, Meakel Andraws, Serhat Merdoglu, Yannik Walter, Qendrim Krasniqi, Ivo Walter, Serdar Akgün, Sinan Boga.


Im Spiel gegen den SV Obernkirchen setzt der SC Auetal in der Schlussminute auf den spielenden Torwart Jan-Henrik Franke – ohne Erfolg.
Im Spiel gegen den SV Obernkirchen setzt der SC Auetal in der Schlussminute auf den spielenden Torwart Jan-Henrik Franke – ohne Erfolg.

Dem SC Auetal merkte man an, dass das Schaumburger Masters, der dritte Einsatz in den letzten drei Tagen war. Im mentalen Bereich waren die Auetaler nicht ganz auf der Höhe. Die anderen Mannschaften brauchten nur auf die Fehler des Kreisligisten warten, um zum Torerfolg zu kommen. Und das waren etliche. Gleich im ersten Spiel gegen den TSV Algesdorf gab es eine 1:3-Pleite. Der TSV führte durch die Tore von Sören Balke und Steffen Sölter mit 2:0, Alexander Enzi verkürzte auf 1:2, doch Tristan Otto machte mit dem 1:3 den Deckel drauf.

Im zweiten Match gegen den SV Obernkirchen ging es für den SCA schon um alles. Das Spiel musste gewonnen werden, um noch eine Chance auf das Halbfinale zu haben. Maurice Matz erzielte das 1:0 für den SVO, Moussa Guire glich zum 1:1 aus. Danach flog der Obernkirchener Till Gödecke für zwei Minuten vom Platz, die Auetaler spielten aber das Überzahlspiel nicht gut aus und blieben ohne Torerfolg.

Der Auetaler Sebastian Wagner verkürzt gegen den VfL Bückeburg auf 3:4.
Der Auetaler Sebastian Wagner verkürzt gegen den VfL Bückeburg auf 3:4.

Kastriot Rexhepi markierte das 2:1 für den SVO, nun sah Alexander Enzi eine Zwei-Minuten-Strafe. Der SVO machte es besser, Finn Marzinowski erzielte das 3:1 für den SVO. Und auch im letzten Gruppenspiel gab es für den SCA nichts zu holen. Der VfL Bückeburg ging schnell mit 4:0 in Führung. Niko Werner, Vincent Geng, Jakob Kühn und Alexander Bremer hießen die VfL-Torschützen. In der Schlussphase konnte der SCA noch einmal Ergebniskosmetik betreiben und verkürzte durch die Tore von Sebastian Wagner (2) und Philip Dunkley auf 3:4. Im Neunmeterschießen um den 7. Platz gegen den FC Stadthagen wurde es für die Auetaler nicht besser. Zwei Neunmeter verschoss der SCA, der FC Stadthagen siegte mit 3:1, damit belegte das Team von Marco Gregor den letzten Platz. Für den SC Auetal kamen Metin Yetiz, Jan-Henrik Franke, Ercan Adsiz, Jan-Frederik Meyer, Sebastian Wagner, Florian Meyer, Alexander Enzi, Philip Dunkley, Moussa Guire und Kamuran Özkan zum Einsatz.

Die Besten: Niko Kleiber (von links), Maximilian Schmidbauer und Jakob Kühn.
Die Besten: Niko Kleiber (von links), Maximilian Schmidbauer und Jakob Kühn.

Die Schiedsrichter Alexander Sieker, Ridvan Ceylen und Elvir Hajdarai pfiffen die Spiele der Sparkassen-Masters-Endrunde.

Die Ergebnisse: Gruppe A: Auetal – Algesdorf 1:3, Obernkirchen – Bückeburg 2:3, Auetal – Obernkirchen 1:3, Algesdorf – Bückeburg 5:1, Bückeburg – Auetal 4:3, Algesdorf – Obernkirchen 2:2. Die Tabelle: 1. TSV Algesdorf (7 Punkte/10:4 Tore), 2. VfL Bückeburg (6/8:10), 3. SV Obernkirchen (4/7:6), 4. SC Auetal (0/5:10).

Gruppe B: Lauenau – Rinteln 2:2, Stadthagen – Evesen 1:6, Lauenau – Stadthagen 3:3, Rinteln – Evesen 1:2, Evesen – Lauenau 4:1, Rinteln – Stadthagen 3:0. Die Tabelle: 1. VfR Evesen (9/12:3), 2. SC Rinteln (4/6:4), 3. SV Victoria Lauenau (2/6:9), 4. FC Stadthagen (1/4:12).

Halbfinale: TSV Algesdorf – SC Rinteln 1:2, VfR Evesen – VfL Bückeburg 1:4.

Neunmeterschießen um Platz 7: SC Auetal – FC Stadthagen 1:3; Neunmeterschießen um Platz 5: SV Victoria Lauenau – SV Obernkirchen 4:3. Spiel um Platz 3: TSV Algesdorf – VfR Evesen 1:2 nach Neunmeterschießen. Finale: SC Rinteln – VfL Bückeburg 2:0.

Die Schiedsrichter der Endrunde: Ridvan Ceylen, Alexander Sieker und Elvir Hajdarai.
Die Schiedsrichter der Endrunde: Ridvan Ceylen, Alexander Sieker und Elvir Hajdarai.