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Stark verbesserter SC Rinteln verliert den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze

Stark verbesserter SC Rinteln verliert den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze

Foto: Bendik Kruska (links) markiert den 1:1-Ausgleich des SC Rinteln.


Fußball. „Wir sind noch nicht tot!“, meinte ein stolzer Giuseppe Inserra. Zwar kassierte der SC Rinteln in der Bezirksliga die achte Niederlage in Folge, verlor gegen den Tabellenzweiten SV Arnum mit 1:2, aber der Auftritt des SCR gibt Hoffnung auf die Wende. Gegen den Titelaspiranten rochen die Steinanger-Kicker an einer Überraschung. Das große Manko ist der Mini-Kader. Bei der Umfrage bei Rinteln-Sport tippten 70 Prozent der User auf den Abstieg des SC Rinteln.


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So musste Inserra mal wieder improvisieren. Keeper Benjamin Lohmann spielte zuvor 90 Minuten in der Zweiten. Das intensive Warmmachen lohnte sich. Lohmann war ein sicherer Rückhalt. Robin Ronnenberg war gleich von Beginn an als Rechter Verteidiger gefordert. So saßen mit Max Gahr und Reservetorwart Fabian Mönkemöller nur zwei echte Wechselalternative auf der Bank. Der Rest wurde aufgefüllt mit den Altsenioren Florim Mustafa und Serdar Akgün sowie Tobias Kraschewski, die allesamt vorher 90 Minuten bereits in der Zweiten aufliefen. Auch Giuseppe Inserra zog sich um für den Notfall. In der Schlussphase wurde Mönkemöller auf dem Feld benötigt, ersetzte den angeschlagenen Bendik Kruska im Sturm.

Der SV Arnum bestimmte die Partie, hatte gefühlt 70 Prozent Ballbesitz, doch der SC Rinteln zeigte sich im Defensivverhalten enorm verbessert, war konzentriert und aufmerksam. Raul Corona-Navarro (12.) scheiterte an Lohmann, auch der Schuss von Samuel Gonzales Gesto (30.) war kein Problem für die Rintelner Nummer 1. Der Freistoß von der Strafraumkante von Corona-Navarro (38.) rauschte über den Querbalken.

Der Artikel wird euch präsentiert vom Schaumburger Wachdienst.

Rinteln ging beherzt zu Werke, die defensive Kompaktheit ging aber zulasten des Angriffsspiel. So blieben die Rintelner in der ersten Halbzeit ohne nennenswerte Offensivaktion. Kurz vor der Pause klingelte es dann doch noch im Kasten des SCR. Eine Unachtsamkeit bestrafte der Tabellenzweite mit dem 0:1. Samuel Gonzales Gesto (41.) war der Torschütze.

Für die zweite Halbzeit stellte Inserra um, brachte Mustafa für den angeschlagenen Ronnenberg und schob sein Team mutiger nach vorne. Das sollte sich auszahlen. Der SC Rinteln presste und stellte die Arnumer vor große Probleme. Mustafa und Flentge spielten Bendik Kruska frei und der Torjäger netzte zum 1:1-Ausgleich (52.) ein.

Rinteln blieb am Drücker, vergab aber drei, vier gute Umschaltsituationen. „Jedes Mal kam der Pass nicht an, sonst laufen wir alleine auf das gegnerische Tor zu“, berichtete Inserra. So kam es, wie es kommen musste. In der 83. Minute erzielte Louis Harms den 1:2-Siegtreffer der Gäste. „Ich bin stolz auf mein Team. Das war eine super Leistung, leider haben wir uns nicht belohnt. Vor meinen Altsenioren muss ich den Hut ziehen“, meinte Inserra.

Der SC Rinteln verliert aber nach der 8. Niederlage hintereinander die Nichtabstiegsplätze so langsam aus den Augen. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt schon sieben Punkte. Dort rangiert der TuS Jahn Lindhorst.

SCR: Benjamin Lohmann, Finn Requardt, Constantin Rachow, Luca Lohmeier, Fynn Flentge, Bendik Kruska (87. Fabian Mönkemöller), Muhammed Yel (58. Serdar Akgün), Tim Franzmeier, Lennox Weishaupt, Robin Ronnenberg (46. Florim Mustafa), Oliver Meinardus (73. Max Gahr).

Die SCR-Defensive um Finn Requardt (links) und Robin Ronnenberg (rechts) zeigte sich stark verbessert.