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Trinkwasserversorgung trotz Trockenheit gesichert

Trinkwasserversorgung trotz Trockenheit gesichert

Foto: Die Stadtwerke Rinteln geben Tipps zum Sparen von Wasser.


Deutschlandweit gab es in der ersten Jahreshälfte bislang nur wenig Regen, das Frühjahr war auffallend trocken und außergewöhnlich heiße Temperaturen haben die Region in den letzten Tagen fest im Griff. Eine Situation, die auch die Stadtwerke Rinteln GmbH, die für die Trinkwasserversorgung in Rinteln zuständig ist, umtreibt. „Wir überwachen den Grundwasserpegel permanent, um die sichere Versorgung jederzeit zu gewährleisten“, sagt Jan-Philipp Giltmann, technischer Leiter der Stadtwerke Rinteln.

Mit Blick auf den aktuellen Grundwasserstand kann er beruhigen: „Momentan liegen wir auf einem ähnlichen Niveau wie 2024 und die Versorgung ist gesichert. Glücklicherweise kommen wir aus einer recht nassen Phase im Winter. Unsere geologische Lage im Wesergebirge wirkt sich positiv auf die Wasserreserven und die Förderungsmöglichkeiten in unserem Gewinnungsgebiet aus.“ Dennoch mahnt der Experte gleichzeitig zu einem sparsamen Umgang mit der kostbaren Ressource. Bereits jetzt lasse sich eine leicht steigende Tendenz in der Abnahmesituation feststellen. „Aufgrund der trockenen Wetterlage haben einige in diesem Jahr bereits ab Ende Mai begonnen, den Rasen zu bewässern – das ist ungewöhnlich früh. Die Verbrauchshöhepunkte stehen uns jetzt in den kommenden Monaten bevor.“

Um die verlässliche Trinkwasserversorgung auch in den sommerlichen Verbrauchsspitzen garantieren zu können, haben die Stadtwerke Rinteln im vergangenen Jahr vorgesorgt: Im April 2024 hatte der kommunale Versorger einen bis dahin bestehenden Pachtvertrag über das Wasserwerk Rintelner Wiesen aufgelöst. Seitdem betreiben die Stadtwerke Rinteln dieses in Eigenregie und haben es wieder in die öffentliche Wasserversorgung mit aufgenommen. „Mit dem zusätzlichen Wasserwerk stabilisieren wir die Trinkwasserversorgung und entlasten unser Hauptwasserwerk, den Brunnen Heinekamp und das Wasserwerk Engern“, erklärt Jan-Philipp Giltmann. Er unterstreicht: „Für den Schutz unserer Wasservorkommen sind aber natürlich auch wir alle gefragt. Schon kleine Maßnahmen können viel bewegen, um unsere wertvollen Ressourcen zu schonen.“

Der durchschnittliche Pro-Kopf-Wasserverbrauch der Deutschen lag laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft 2024 bei rund 122 Litern. Der größte Anteil davon entfällt auf die Körperhygiene und die Toilettenspülung. Obwohl Wasser das wichtigste Lebensmittel ist, werden tatsächlich nur vergleichbar geringe Wassermengen zum Kochen und Trinken verwendet. „Daraus ergibt sich ein großes Einsparungspotential, auf das wir, als Trinkwasserversorger, aufmerksam machen wollen“, sagt Jan Philipp Giltmann. Wie es gelingt, im Alltag Wasser zu sparen, haben die Stadtwerke Rinteln deshalb in neun Tipps zusammengefasst.

Duschen statt baden: Ein Wannenbad braucht dreimal so viel Wasser und Energie wie ein Drei-Minuten-Duschbad. Extratipp: einen wassersparenden Duschkopf verwenden.

Sparspülung für Toiletten: Sie spart Wasser bei jedem Toilettengang. Extratipp: Regenwasser für die Toilettenspülung nutzen.

Wasserhahn zu: Beim Zähneputzen und Händewaschen spart man so rund 15 Liter Wasser.

Elektronischen Durchlauferhitzer richtig einstellen: Die Warmwassertemperatur bleibt so auch bei geringem Wasserdurchfluss konstant, was die Einstellzeiten an der Armatur verkürzt.

Warmwasserspeicher während des Urlaubs abschalten.

Effiziente Haushaltsgeräte: Neue Spülmaschinen brauchen beispielsweise weniger Wasser und machen das Vorspülen überflüssig. Besonders effizient und sparsam sind sie, wenn das Gerät vollständig gefüllt ist.

Seltener Rasenmähen: Längeres Gras trocknet weniger aus und muss seltener gewässert werden. Extratipp: Wildblumenwiese statt Rasen, sie muss nur zweimal jährlich gemäht und nur selten bewässert werden

Pflanzen mit Regenwasser bewässern: Trinkwasser ist zu wertvoll fürs Gießen. Eine Regentonne oder Zisterne lohnen sich. Regentonnen sollten über einen Deckel verfügen, damit nicht zu viel Wasser verdunstet. Zisternen können mehrere Kubikmeter Regenwasser speichern, die eine ausgiebige Bewässerung des Gartens ermöglichen.

Robuste Bepflanzung wählen: Trockenheitsverträgliche Pflanzen kommen mit weniger Wasser aus und sorgen für Blüten trotz Hitze.