TSV Eintracht Exten gewinnt Pflichtaufgabe gegen das Schlusslicht

Foto: Teresa Rovelli (Mitte) zündet den Turbo und markiert das 1:0 für den TSV Eintracht Exten.
Frauenfußball. Der TSV Eintracht Exten hat in der Frauen-Landesliga die Pflichtaufgabe erfüllt und das sieglose Schlusslicht SG Schamerloh mit einer weiteren Niederlage wieder auf die Heimreise geschickt. Der 4:0-Erfolg war keine Glanzvorstellung des Tabellensechsten, sondern fällt eher in die Kategorie „schmuckloser Arbeitssieg“.
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Das Team von Trainer Florian Schuba dominierte über 90 Minuten die Partie, hatte 80 Prozent Ballbesitz, doch machte die Eintracht viel zu wenig aus der Überlegenheit, denn im letzten Drittel war die Fehlpassquote der Extenerinnen zu hoch. „Da fehlte mir die klare Linie. Entweder agierten wir zu verschnörkelt, machten oftmals einen Haken zu viel, anstatt den Pass auf die freie Mitspielerin zu spielen oder aber unsere Abspiele waren viel zu ungenau. So sind viele gute Situationen verpufft“, meinte der Eintracht-Trainer nach dem Spiel.
Bereits in der 11. Minute ging der Favorit mit 1:0 in Führung. Der Treffer war ein typisches Rovelli-Tor. Teresa Rovelli schnappte sich den Ball an der Mittellinie, zündete den Turbo, ließ die Gegenspielerinnen stehen und vollstreckte eiskalt. Auf der Gegenseite musste sich Eintracht-Torfrau Jessica Bosien beim Schuss von Emily Müller (14.) ganz lang machen.
Die Eintracht drückte, doch es fehlte die Präzision vor dem SG-Tor. Maren Möller (22.) verzog aus neun Metern. Schamerloh kämpfte, kam aber nur selten vor das Eintracht-Gehäuse. Nach einer Ecke wurde Svea Nordmann (34.) noch abgeblockt, sodass es bei der 1:0-Pausenführung der Eintracht-Frauen blieb.
Nach dem Seitenwechsel vergab Rovelli einen Hochkaräter. Die Torjägerin scheiterte freistehend an SG-Keeperin Lea Sophie Kickbusch (48.). Doch nur vier Minuten später fiel endlich das erlösende 2:0 für die dominante Eintracht. Rovelli setzte sich auf der Außenbahn energisch durch, passte nach innen, wo Alicia Loß wuchtig aus 16 Metern einschoss (52.).

Nun schwanden die Kräfte bei den Gästen. Angriff auf Angriff rollte auf das SG-Tor. Aber Sophie Niebisch hatte ihr Visier an diesem Tage nicht gut eingestellt. Die Taktgeberin der Eintracht hatte viele exzellente Schusspositionen, aber den Abschlüssen fehlte es an Kraft und Genauigkeit. Das ist auch kein Wunder, denn Niebisch quält sich seit Wochen mit Rückenproblemen herum. Der Aktivposten trainiert nur noch selten und beißt an den Spieltagen auf die Zähne.
Nach einer Ecke von Loß erhöhte Rovelli aus Nahdistanz zum 3:0 (75.). Den Treffer zum 4:0-Endstand steuerte Hatixhe Beciri (89.) bei. Das Tor des 40-jährigen Dauerbrenners wurde von der Mannschaft und den Fans extra laut bejubelt.
Eintracht: Jessica Bosien, Jennifer Schnur (82. Ines Westhoff), Pia Winterberg, Sophie Niebisch, Sasha Rudolph, Sophie Mädje, Lene Kölling (75. Hatixhe Beciri), Alicia Loß, Laila Lüttke, Teresa Rovelli, Maren Möller.
