Zwei Abwehrpatzer bringen den SC Rinteln auf die Verliererstraße

Foto: Bendik Kruska verkürzt für den SC Rinteln auf 1:2.
Fußball. Der SC Rinteln hat sein Heimspiel in der Bezirksliga verloren. Die 1:2-Pleite gegen den Titelaspiranten SV Ihme-Roloven fiel in die Kategorie vermeidbar. Denn beide Gegentore resultierten durch Abwehrpatzer.
Trainer Giuseppe Inserra griff in die Trickkiste und zauberte Altmeister Kastriot Hasani heraus. Der Routinier hilft bis zur Winterpause aus und dirigierte als Innenverteidiger lautstark seine Vorderleute. „Kastriot ist seit drei Wochen wieder im Training. Ich freue mich, dass er uns unterstützt“, so Inserra. Auch Volkmar Vöge feierte in den letzten 30 Minuten seine Premiere im SCR-Trikot.
Der SC Rinteln erwischte einen Katastrophenstart. Fehler Finn Requardt, Tor durch Fabian Pietler (7.) zum 0:1. Das 0:2 in der 23. Minute resultierte aus einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung. Mamadou Barry wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen und es gab Elfmeter. Alex Bittner verwandelte zum 0:2. „Damit haben wir Ihme natürlich in die Karten gespielt“, monierte Inserra und war bedient.

Die Hausherren kamen besser ins Spiel und verkürzten nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen durch Bendik Kruska (43.) auf 1:2. Oliver Meinardus und Max Gahr verlagerten die Seite, Barry flankte in die Mitte und Kruska vollstreckte eiskalt. Neue Hoffnung für die Rintelner.
Nach dem Seitenwechsel begegnete Rinteln dem Tabellenzweiten zunächst auf Augenhöhe. In der 65. Minute hatte der SCR die Riesenchance zum Ausgleich. Nach einem Fehler von SV-Schlussmann Andreas Schätzke schnappte sich Kruska das Leder, nahm Tempo auf, ließ seinen Gegenspieler stehen, umkurvte den Keeper, doch ballerte der Torjäger den Ball in Rücklage weit über das Tor. „Da wusste ich, das wird nichts mehr“, so Inserra.
Rinteln öffnete die Defensive und lief in die Konter der Gäste. Allerdings verballerte Ihme drei, vier hundertprozentige Tormöglichkeiten. Volkmar Vöge hatte noch einen gefährlichen Abschluss und auch Max Gahr, doch der Versuch des Rintelners war zu zentral und so kein Problem für Schätzke. So blieb es bei der 1:2-Heimniederlage des SC Rinteln.
„Wir dürfen uns solche haarsträubenden Fehler gegen die Top-Teams nicht erlauben. So lagen wir schnell 0:2 hinten und standen mit dem Rücken zur Wand“, ärgerte sich Inserra über die verpasste Chance, weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln.
SC Rinteln: Robin Ronnenberg, Finn Requardt, Mamadou Barry (46. Lennox Weishaupt), Constantin Rachow (90.+3 Robin Behnke), Luca Lohmeier, Fynn Flentge, Bendik Kruska, Kastriot Hasani (75. Muhammed Yel), Tim Franzmeier, Max Gahr, Oliver Meinardus (61. Volkmar Vöge).
