Marco Lorig mit spektakulärer Aufholjagd zum Sieg

Foto: Marco Lorig rast in seinem Formel-Tatuus-Master zum Sieg beim Wolfsfelder Bergrennen in Bitburg.
Motorsport. Marco Lorig hat das 62. ADAC/EMSC Wolfsfelder Bergrennen des Eifel Motor Sport Club Bitburg gewonnen. Mit einer Fabelzeit im dritten Wertungslauf entriss der Rennfahrer der Sportfahrer-Gemeinschaft (SFG) Rinteln im ADAC seinem Konkurrenten Bastian Voss noch den sicher geglaubten Titel.
Im Training bestimmte Lorig das Geschehen. „Ich war in jedem Durchgang am schnellsten“, berichtete der 32-Jährige. Sein Formel-Tatuus-Master lief wie am Schnürchen. Mit großen Ambitionen ging es für Lorig in den ersten Wertungslauf und prompt gab es die Ernüchterung. Der Rintelner touchierte mit seinem Boliden die Leitplanke. Das kostete Zeit. Lorig benötigte für die Runde 1:05,057 Minuten, Voss überquerte die Ziellinie in 1:03,723 Minuten und war damit rund 1,3 Sekunden schneller. Eine halbe Ewigkeit.

Zudem hatte der Bolide kleinere Macken abgekommen. Die Felgen waren verkratzt, die Spurstange verstellt. „Mein Mechaniker-Team leistete ganze Arbeit. Wir mussten die Felgen auswuchten, die Spur neu einstellen“, so Lorig.
Im zweiten Lauf holte der SFG-Pilot leicht auf. Lorig kam nach 1:04,267 Minuten ins Ziel, Voss nach 1:04,375. Der Rintelner lag aber immer noch über eine Sekunde zurück.
Eigentlich werden die Zeiten von Wertungslauf zu Wertungslauf schlechter. „Bei 40 Grad auf der Strecke lässt das Material nach“, weiß Lorig. Doch der Rintelner und sein Formel-Tatuus-Master waren in Top-Form. Auto, Reifen, Strecke und Fahrer passten optimal zueinander. Und so erwischte Lorig im dritten Abschnitt einen Traumlauf. Mit 1:03,679 Minuten schmetterte der SFG-Fahrer eine Fabelzeit auf die Strecke. Das war die Bestzeit des Wochenendes. Voss konnte nicht kontern und benötigte 1:04,690 Minuten. Damit krönte Lorig seine spektakuläre Aufholjagd mit dem Sieg.

Von den drei Wertungsläufen werden die besten zwei addiert. Lorig kam so auf 2:07,946 Minuten, Voss lag mit 2:08,098 Minuten genau 0,152 Sekunden hinter dem Rintelner zurück. „Ich hätte nach dem Patzer im ersten Lauf nie mit dem Sieg gerechnet. Aber das Auto lief phänomenal“, war Lorig aus dem Häuschen und unterstrich erneut seine fahrerische Extraklasse.
Der Sieg in Bitburg pusht den Rintelner auf dem Weg zur Bergrenn-Meisterschaft. „Wir sind auf einem Top-Level. Das ist ein gutes Gefühl“, verrät Lorig. Weiter geht es für den Rintelner vom 12. bis 14. Juni. Dann steigt im Rahmen des DMSB Automobil Berg-Cups der dritte Lauf beim 27. Internationalen Glasbachrennen in Bad Liebenstein/Steinbach. Die dritte Station gehört zudem zur Europameisterschaft.
