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Ellersiekscher Garten erwacht zum Leben

Ellersiekscher Garten erwacht zum Leben

Foto: Der Ellersiekscher Garten erwacht dank der rund 15 Ehrenamtlichen zum Leben.


Mit einem Beschluss des Ortsrats Rinteln am 19. August 2025 wurde der Grundstein für die Wiederbelebung des ehemaligen Gartens der Familie Ellersiek mit seinem historischen Teehäuschen gelegt. Parallel zur Neugestaltung der angrenzenden Grünfläche am Dingelstedtwall – unter anderem mit neuen Wegen und Pflanzungen – wurden inzwischen auch im sogenannten Ellersiek’schen Garten umfangreiche Maßnahmen umgesetzt.

Auf Anfrage der Stadt hat der „Heimatbund der Grafschaft Schaumburg e. V.“ die Trägerschaft und Koordination des Projekts übernommen. Mittlerweile hat sich eine gut eingespielte Gruppe von engagierten Bürgerinnen und Bürgern zusammengefunden, die sich ehrenamtlich für die Aufwertung des Geländes einsetzen.

Von Seiten der Stadt Rinteln wird das Vorhaben durch Josefine Wahl, der Koordinatorin für Natur-, Umwelt-, und Klimaschutz, unterstützt. Seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres ist bereits viel geschehen. So wurde unter anderem ein schmuckes, neues Gerätehaus mit finanzieller Unterstützung der Stiftung für Rinteln errichtet sowie die vorhandenen Obstbäume unter fachkundiger Anleitung geschnitten und vom Efeu befreit.

„Aktuell engagieren sich rund 15 Ehrenamtliche aus dem Rintelner Stadtgebiet, die den Garten unter anderem mit Obst- und Gemüseanbau, Staudenbeeten, Heilkräutern und Naturschutzecken wieder mit Leben füllen und dauerhaft pflegen möchten“, berichtet Dr. Stefan Meyer vom „Heimatbund der Grafschaft Schaumburg e. V.“. Die über Jahre verwilderte Fläche rund um den repräsentativen Pavillon erfahre dadurch eine neue Wertschätzung und wird gleichzeitig ökologisch aufgewertet.

Am 25. April 2026 fand schließlich der erste große „Garteneinsatz“ statt. Dabei wurden unter anderem 60 Weinreben der pilzresistenten Sorte „Solaris“ gepflanzt. Die Trauben eignen sich nicht nur zur Weiterverarbeitung, sondern können auch direkt, als Obst verzehrt werden. Dies spielt insbesondere im Hinblick auf die geplante Zusammenarbeit mit der IGS Rinteln eine wichtige Rolle. Kinder und Jugendliche sollen dort die Möglichkeit erhalten, im Rahmen von Obst- und Gartenbau nachhaltige Formen der Landnutzung kennenzulernen und praktische Erfahrungen zu sammeln, was im Sinne der Umweltbildung viele positive Effekte bringt.

Zum Schutz vor Vandalismus wurde der Garten räumlich vom öffentlichen Grünbereich getrennt. Die Fläche soll zukünftig nicht ausschließlich den aktiven Ehrenamtlichen vorbehalten bleiben. Geplant sind regelmäßige Öffnungstage für die Öffentlichkeit, um den Austausch über Obst- und Gartenbau sowie Naturschutz zu fördern. Auch kleinere Veranstaltungen sollen dort stattfinden können. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können ihre Ideen hierzu an den Heimatbund richten.

Die erste Gelegenheit, den neu gestalteten Garten zu besichtigen, bietet sich am 20. Juni 2026 im Rahmen der Museumssommernacht in Rinteln. Die Fläche wird an diesem Tag von 15 Uhr bis etwa 21 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet sein.

Der „Heimatbund der Grafschaft Schaumburg e. V.“ hat die Trägerschaft und Koordination des Projekts übernommen.