Sie lesen gerade
Exten spielt nach 0:2-Rückstand noch 2:2 gegen den SV Engern

Exten spielt nach 0:2-Rückstand noch 2:2 gegen den SV Engern

Foto: Matthias Appel (vorne) bejubelt zusammen mit Jan Kaufmann den 2:2-Ausgleich des TSV Eintracht Exten.


Fußball. Keinen Sieger hat es im Kreisliga-Ortsderby zwischen dem TSV Eintracht Exten und dem SV Engern gegeben. Die Hausherren zeigten Moral und holten einen 0:2-Pausenrückstand auf. „Altmeister“ Matthias Appel bescherte dem Tabellenvorletzten mit einem Traumtor noch ein 2:2-Unentschieden. Das Spiel war kein Gaumenschmaus, dafür spannend bis zum Abpfiff. Das Derby stand im Vorfeld auf der Kippe, da beide Mannschaften coronabedingt auf einiges an Personal verzichten mussten.


Bildergalerie: Galerie – Exten spielt nach 0:2-Rückstand noch 2:2 gegen den SV Engern


Video: Video – Exten spielt nach 0:2-Rückstand noch 2:2 gegen den SV Engern


Der TSV Eintracht Exten bestimmte die Partie und lief an. Die Führing-Elf blieb aber – trotz einer Vielzahl von Ecken und Freistößen – zu harmlos. Die Offensive der Eintracht glich in Hälfte eins einem lauen Lüftchen. Die Gäste aus Engern verteidigten diszipliniert und setzten mit schnellem Umschaltspiel immer wieder gefährliche Nadelstiche. Nach einem langen Ball schoss der herauseilende Eintracht-Keeper Marvin Deerberg beim Rettungsversuch Fynn Flentge an. Der Ball sprang genau in den Lauf des SVE-Angreifers und Flentge schob den Ball zum 1:0 für den SV Engern in die Maschen (11.). Ein Drehschuss von Albert Kalis (34.) war die einzige gute Tormöglichkeit der Eintracht in den ersten 45 Minuten. Engern erhöhte kurz vor der Pause sogar auf 2:0. Michael Mantik brachte die Kugel vor das Tor, A-Junior Fynn Flentge zog aus 12 Metern ab und Eintracht-Keeper Marvin Deerberg flutschte der Ball über die Hände zum 0:2 ins Netz (41.). Mit langen Gesichtern schlichen die Eintracht-Spieler in die Kabinen.

Fynn Flentge (links) entwischt Dominic-Dennis Heitmann. Der A-Junior des SVE bringt sein Team per Doppelpack mit 2:0 in Führung.

Scheinbar fand Trainer Steffen Führing in der Pause die richtigen Worte. Das Spiel der Extener wurde nach dem Seitenwechsel konkreter. Allerdings schalteten die Gäste auch in den Verwaltungsmodus. Angriff auf Angriff rollte auf das SVE-Gehäuse. Engern kam zu keiner Entlastung mehr. Nun hatte auch Extens Standardspezialist Jan Kaufmann seinen Fuß richtig eingestellt. Die Ecken und Freistöße kamen gefährlicher vor den SVE-Kasten. Nach einem präzisen Freistoß von Kaufmann wuchtete Fabio Hubert (65.) das Leder zum 1:2 über die Linie. Fast im direkten Gegenzug hatte der SVE die Entscheidung auf dem Fuß. Mantik war durch, passte nach innen, wo sich Denis Stapel und Flentge gegenseitig behinderten. So war der eigentlich sichere dritte Treffer verdaddelt.



Exten berannte weiter das Gästetor. Und in der 77. Minute fiel der verdiente 2:2-Ausgleich. Ein Schuss von Jan Kaufmann wurde noch abgeblockt, die Kugel kam zu Matthias Appel und der Routinier hämmerte das Spielgerät wie ein Strich genau ins Eck. In der Schlussphase rettete der SV Engern das Remis über die Zeit. Der Kopfball von Artur Kalis (90.) wehrte SVE-Keeper Daniel Preißinger zur Ecke. Und auch Phil-Lukas Wehling köpfte vorbei.

So blieb es beim leistungsgerechten 2:2-Unentschieden. Durch dieses Remis verteidigte der SV Engern seinen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenvorletzten TSV Eintracht Exten, der weiter auf einem Abstiegsplatz verharren muss. Bereits am Dienstag, 15. März, um 19:30 Uhr empfängt die Eintracht die SG Liekwegen/Sülbeck/Südhorsten zum Nachholspiel.

Eintracht: Marvin Deerberg, Jan Kaufmann, Niclas Welsch (67. Matthias Appel), Jonas Hunze, Dominic-Dennis Heitmann, Phil-Lukas Wehling, Michael Krohn, Fabio Hubert (86. Lucas zum Felde), Dennis Bub (28. Albert Kalis), Leon Dresenkamp, Artur Kalis.

SVE: Daniel Preißinger, Paul Albrecht, Denis Stapel, Fynn Flentge (84. Hannes Riesner), Maximilian Beißner (79. Thorben Scheermann), Leo Helmert, Mathias Krebs (79. Oliver Meinardus), Dennis Rinne, Marvin Harting, Jan-Luca Baake, Michael Mantik.

Oliver Meinardus (links) und Hannes Riesner (rechts) stoppen Extens Michael Krohn.