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SC Auetal gewinnt Turnier in Ahnsen – Starke Schlussphase sorgt fürs 3:0 gegen die SG Liekwegen/Sülbeck/Südhorsten

SC Auetal gewinnt Turnier in Ahnsen – Starke Schlussphase sorgt fürs 3:0 gegen die SG Liekwegen/Sülbeck/Südhorsten

Foto: Der SC Auetal feiert den Sieg beim Vorbereitungsturnier des TSV Ahnsen um den „akzent-Bauelemente-Cup“.


Text und Fotos von Ernst Siepmann

Fußball. Rundum zufrieden zeigten sich Veranstalter TSV Ahnsen und auch die Zuschauer vom „akzent-Bauelemente-Cup“, der nach Jahren Pause wieder stattfand. Gab es am Freitag interessante Halbfinalspiele, folgten Sonntag die Entscheidungen. Im Spiel um Platz 3 ballerte Gastgeber Ahnsen den VfR Evesen II „hauchzart“ mit 10:1 (5:1) vom Platz. Das Finale verlief spannender. Der SC Auetal führte nach einer Einzelaktion lange mit 1:0. Doch Liekwegen roch stets am Ausgleich. In den Schlussminuten setzten die Aue-Kicker dann den Deckel drauf, gewannen mit 3:0. Senthooran Kiritharan, Inhaber des Schaumburger Wachdienstes mit familiärer Bindung in das Auetal, überzeugte sich von der soliden Leistung seiner Lieblingsmannschaft in der Kreisliga.


Eine Bildergalerie mit 41 Fotos könnt ihr euch auf der Bildergalerie-Seite ansehen.


Der Artikel wird euch präsentiert vom Schaumburger Wachdienst.

„Von der Liga her ist Auetal der Favorit“, wagte Rainer Hussong vor Turnierbeginn eine Prognose. Der Inhaber der Firma akzent, auf den Einbau von Fenstern und Türen spezialisiert und zwischen Bückeburg und Ahnsen gelegen, sollte recht behalten. Doch es war nicht einfach für die Aue-Kicker. Gegner Liekwegen/Sülbeck/Südhorsten präsentierte sich als äußerst willensstark. Nachdem die Männer der Drei-Dörfer-Spielgemeinschaft im Halbfinale einen 0:3 Rückstand noch in ein 7:4 gewandelt hatten, schien ähnliches auch im Finale zu gelingen.

Dogan Dilek (rechts) markiert das 1:0 der Auetaler.

„Wir sind gut in das Spiel gekommen, waren fünfundzwanzig Minuten klar besser“, zog Endrik Kording Bilanz, der Sonntagstrainer bei LSS. Kording wird bei der humorvollen Beschreibung mitlächeln, ist er doch Spartenleiter im Verein und saß nur urlaubsbedingt auf der Bank. „Unser Trainer Christos Christou ist in Griechenland. Vertreter Niko Werner, der auch spielerisch eingreift, in Holland“, erklärte der Südhorster. „Wir setzten uns durch Timo Schmalz und Nicolas Schwand zwei, dreimal prima über außen durch. Richtig starke Spielzüge! Doch wenn der Ball dann durch den Fünfer rauscht … sind wir nicht da! Doch unsere Idee, dass wir den SC Auetal früh anlaufen, klappte hervorragend. Leider brachte die Trinkpause einen Bruch ins Spiel.“

27 Grad im Schatten, da braucht es weder Werbeeinblendungen noch eine FIFA, damit die Spieler zwischendurch frisch auftanken. Vom SC Auetal kam in der 1. Halbzeit wenig. Doch das ist mehr als nichts! Einwurf Marc Steinsiek zu Dogan Dilek. Der Stürmer, früher in der Landesliga Lüneburg aktiv, schnappte sich die Kugel, spielte Liekwegen, Sülbeck, Südhorsten und ein zusätzliches Dorf noch aus, das bisher nicht zur Spielgemeinschaft zählt, zog also an vier Leuten vorbei, und ballerte das Ding ins Netz. „Trockener Schuss, 1:0“, freute sich Auetals Trainer Marco Gregor (25.), fand aber lobende Worte für den Gegner. „Liekwegen hat das taktisch gut gemacht. Überzeugte im Positionsspiel und hat mit Rouven Mitschker einen brandgefährlichen Stürmer. Wir hingegen spielten zu pomadig. Nahmen die Zweikämpfe nicht an, standen zu weit weg und hatten keine Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen.“

SC-Keeper Marco Großardt muss in Hälfte eins einige Male Kopf und Kragen riskieren, um sein Tor sauber zu halten.

Gregor ärgerte sich weiter: „Uns ist am Freitag ein Traumtor gelungen. Das darf man sicher feiern. Aber es steht 1:0 und wir müssen nicht um jeden Angriff eine Schleife binden! Ein berühmter Trainer, der außer mit Obernkirchen nie über die Kreisliga hinausgekommen ist (Erklärung: Gregor über Gregor) sagte mal: Wenn das Netz sich beult, war er unhaltbar. Da ist es mir scheißegal, ob der Torwart über den Ball tritt und das Ding über die Linie kullert oder nach 35 Stationen der Ball ins Tor gezirkelt wird. Die Kugel muss über die Linie! Liekwegen hat bis zur 70. Minute das Spiel gemacht. War dominant und überlegen. Hatten jedoch keine echte Torchance. Wir aber auch nicht!“

Der Auetaler Coach ist lange im Geschäft und weiß, wie so was läuft. „Ich sagte meinen Leuten: LSS hat eine junge Truppe. Die machen zu Anfang Dampf! Wie eine Studentenmannschaft. Lasst sie sich austoben. Wir warten auf unsere Gelegenheit.“ Die kam dann auch. „Irgendwann bekamen wir im Mittelfeld Zugriff“, so Gregor, „pressten besser, waren alle aktiv.“ Nun rappelte es an Auetaler Chancen. Dogan Dilek verpasste freistehend den Führungsausbau (73.). Dann spielte Dilek sich frei, war schneller als der Gegner, scheiterte am Torwart (77.). Sedat Talu versuchte es aus kurzer Distanz, LSS-Schlussmann Tanis Schiller parierte prächtig (80.). „Jetzt schießen wir den jungen Torwart noch zum Helden!“ raufte sich Marco Gregor die nicht vorhandenen Haare. Pierre van de Löcht lief allein aufs Tor zu, schoss den am Boden liegenden Torwart an (86.). 

Timo Schmalz (rechts) schüttelt SC-Neuzugang Naveen Ragu ab.

Weiter ging’s für Auetal: Tanis Schiller parierte super gegen Dogan Dilek. Doch Sedat Talu schnappte sich den Ball und es stand 2:0 (87.). Dann wieder Dilek mit Pass zu Julian Hartung. Der junge Auetaler Stürmer startete durch, behielt die Nerven, vollendete charmant zum 3:0 (88.). Die klare Führung! Klingt deutlich. War es angesichts der Schlussphase auch, doch bei der langen Dominanz von Liekwegen wohl wieder nicht. Tatsächlich bot sich LSS, der Cording-Elf, kurz vor dem Auataler Führungsausbau die Chance zum Ausgleich. Eckball Cengizhan Su, Kopfball Lukas Kramer. Der Ball zischte hauchdünn am Lattenkreuz vorbei (85.).

Am Ende waren sich alle einig. Dieses Turnier hat Spaß gemacht! Lädt zum Wiederkommen ein. „Wir haben seit Mitte Dezember daran gearbeitet. An die 30 Leute wirkten mit“, blickte Elio Di-Silvestre zurück. „Doch bitte nennt mich nur beim Vornamen. So kennt man mich. Nächstes Jahr wollen wir das Teilnehmerfeld vergrößern.“ Auf wie viele Clubs? „Nun, 48 wie bei der FIFA-WM werden es wohl nicht sein“, lachte Elio. „Gianni Infantino ist ja Halbitaliener. Ich bin ein ganzer Italiener. Das Turnier an diesen Tagen war ein Vorlauf. Wir satteln drauf und machen’s nächstes Jahr weit größer.“ Die teilnehmenden Mannschaften freuen sich auf eine Wiederkehr. Wenn sie denn eingeladen werden und Ahnsen nicht vor Zulauf plattgedrückt wird.

Die Entscheidung: Sedat Talu macht mit dem Treffer zum 2:0 den Deckel auf die Partie.

SC Auetal – SG Liekwegen/Sülbeck/Südhorsten 3:0 (1:0)

akzent-Bauelemente-Cup 2026, Finale, Sportplatz Ahnsen

SC Auetal:  Marco Großardt (46. Frederik Meier) – Pascal Hantzmann, Theo Dieterich, Marcel Kerkhoff (85. Niko Winkelhake), Marc Steinsiek – Naveen Ragu (70. Jörn Fickendey-Engels), Klemens Dieterich – Dario Palermo (58. Julian Hartung), Sedat Talu, Dogan Dilek, Pierre van de Löcht. Trainer: Marco Gregor

SG LSS:  Robin Krisp (Tanis Schiller) – Leander Gaarmann (Paul Dahnke), Stian Kleine (Bastian Rehling), Lukas Kramer, Marten Bade -, Nico Altmann (Til Mosler), Nicolas Schwandt (Kay Frederking), Sören Lohmann – Rouven Mitschker (Jamie Struckmeier), Timo Schmalz, Cengizhan Su. Trainer: Endrik Kording

Schiedsrichter: Andreas Thienel (SG Rodenberg). SR-Assistenten: Friedhelm Springinsguth (TSV Algesdorf) + Tasha Kogel (TSV Krankenhagen)

Tore: 1:0 Dogan Dilek (25.), 2:0 Sedat Talu (87.), 3:0 Julian Hartung (88.)

Gelbe Karten: SCA: Talu (17.), Steinsiek (68.), Fickendey-Engels (84.) / LSS: Kleine (56.)

Zuschauer: 162

Siegerehrung: SC-Kapitän Marc Steinsiek (2. von links) nimmt den Pokal von den Ahnsern Elio Di-Silvestre (von links), Turniersponsor Rainer Hussong und Oliver Feldmann entgegen.