SC Rinteln quält sich gegen aufmüpfigen TSV Eintracht Exten ins Finale

Foto: 45 Minuten lang ärgerte der TSV Eintracht Exten mit Issouf Doumoy (rechts) den SC Rinteln mit Torben Maibaum und Marel Gebauer.
Fußball. Der SC Rinteln hat das Endspiel um den Rintelner Sparkassen-Fußball-Cup erreicht. Gegen einen aufmüpfigen TSV Eintracht Exten tat sich der zwei Klassen höher spielende Bezirksligist 45 Minuten lang sehr schwer. Erst nach dem Treffer zum 2:0 schwanden die Kräfte der Extener. Am Ende setzte sich der Favorit mit 4:0 durch. Im Endspiel trifft der SC Rinteln auf den TSV Steinbergen, der sich gegen den SV Engern mit 5:4 nach Elfmeterschießen behauptete. Das Finale wird am Freitag, 1. August, um 19 Uhr auf dem Sportplatz des SV Engern angepfiffen.
Eine kostenlose Bildergalerie mit 41 Fotos könnt ihr euch auf der Bildergalerie-Seite ansehen.

Der SC Rinteln bot eine grausame erste Halbzeit. Das Passspiel des Bezirksligisten war zu fehlerhaft, die Aktionen der Rintelner zu sorglos und überheblich. Das stachelte den Ausßenseiter an. Exten warf kämpferisch alles in die Waagschale. „Ich habe 45 Minuten lang keinen Zwei-Klassen-Unterschied gesehen“, meinte ein stolzer Eintracht-Trainer Uwe Wolff.
Die ersten drei Abschlüsse hatte Exten. Zweimal schoss Tom Kretzer (7./10.) über das SCR-Gehäuse, der 15-Meter-Hammer von Matthias Bittner (15.) strich über die Latte. Dann passierte der Super-Gau aus Extener Sicht. Nach einer Ecke blieb Keeper Sebastian Steinke im Rasen hängen und musste mit einer Bänderverletzung ausgewechselt werden. Für ihn ging Christoph Bittner ins Tor. Die Nummer 2 fing nach sechsjähriger Fußballpause erst in diesem Sommer wieder an.
Rinteln übertrieb das Einzelspiel, hatte weiter nur wenig Tempo in seinen Offensivaktionen. Nach einem Foul an Luca Lohmeier gab es Freistoß für den SC Rinteln aus 24 Metern. Bendik Kruska zielte flach auf die Ecke, Bittner verschätzte sich und der Ball lag im Netz – 1:0 für den SC Rinteln (22.). Kurz vor der Pause machte Bittner seinen Fehler wieder wett und parierte stark gegen Kruska (35.).

Nach dem Seitenwechsel prüfte Issouf Doumoy (39.) Robin Ronnenberg im Rintelner Gehäuse. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Jan Kaufmann vollendete ein Solo zum 2:0 (46.). Die Kräfte schwanden nun bei der Eintracht. Rinteln zog das Tempo an und machte den Sack zu. Luca Lohmeier schnürte einen Doppelpack (55./66.) zum 4:0-Endstand.
Das 3:0 des SCR war wunderschön herausgespielt. Ein langer Ball von Constantin Rachow in den Lauf von Kruska, ein präziser Querpass und Lohmeier schob das Leder ins leere Tor. Beim 4:0 zündete Lohmeier seinen Turbo und vollstreckte eiskalt. „Die zweite Halbzeit war in Ordnung. In der ersten spielten wir zu lässig und zu fehlerbehaftet“, meinte SCR-Trainer Rolf Bartram. Sein Gegenüber Uwe Wolff fand die Leistung seiner Jungs sensationell. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft, alles rausgehauen und lange Zeit das Spiel ausgeglichen gestaltet“, lobte der Eintracht-Trainer.
SCR: Robin Ronnenberg, Torben Maibaum (47. Richard Stumpf), Constantin Rachow, Bendik Kruska, Mika Höfemann, Luis Steinleger (56. Felix Kaufmann), Luca Lohmeier, Max Gahr, Marel Gebauer (47. Nico Golub), Sami Ibisi, Jan Kaufmann.
Eintracht: Sebastian Steinke (19. Christoph Bittner), Nico Brune, Jeremy Harting (63. Mario Graetz), Ali Ramadan, Jonas Hunze, Tom Kretzer (63. Marius Bode), Fidan Thaqi (50. Sebastian Hiller), Issouf Doumoy (63. Dennis Bub), Angelo Naumann, Ahmed Mohamed, Matthias Bittner.
