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SC Rinteln, SC Auetal und SV Engern starten beim Renault-Matz-Pokal des SV Obernkirchen

SC Rinteln, SC Auetal und SV Engern starten beim Renault-Matz-Pokal des SV Obernkirchen

Foto: Der SV Engern mit Leo Helmert (links) und Michael Mantik (rechts) gewann das Turnier des SC Deckbergen-Schaumburg und will beim 23. Renault-Matz-Pokal des SV Obernkirchen die Endrunde erreichen.


Hallenfußball. An diesem Wochenende stehen drei Sparkassen-Masters-Qualifikationsturniere auf dem Programm. Am morgigen Samstag geht das Hallenturnier des TSV Algesdorf in Rodenberg über die Bühne. Der Sieger erhält 8,0 Punkte (6,0/4,0/2,0) für die Masterswertung. Am Sonntag folgt in der Victoria Arena das Hallenturnier des SV Victoria Lauenau. Mit einer Wertigkeit von 23 bekommen die vier Erstplatzierten 9,2 Punkte (6,9/4,6/2,3) für die Masterswertung. Das Top-Turnier an diesem Wochenende ist aber das traditionsreiche Turnier des SV Obernkirchen um den 23. Renault-Matz-Pokal. Bei der Generalprobe für die Sparkassen-Masters-Endrunde sammelt der Turniersieger 10,4 Punkte für die Masterswertung. Die Teams auf den Plätzen zwei bis vier können sich noch über 7,8 Punkte, 5,2 und 2,6 Zähler freuen. Beim SV Obernkirchen starten der SV Engern in Gruppe A ab 13:30 Uhr, der SC Rinteln und der SC Auetal in Gruppe B ab 16 Uhr. 



Natürlich fiebert Christopher Rinne, Spartenleiter beim SV Obernkirchen, dem Turnier entgegen. „Das traditionsreiche Hallenturnier geht mittlerweile in die 23. Auflage. Namensgeber war schon immer das Autohaus Matz. Es ist seit Urzeiten der Stadt und dem Verein verbunden. Seniorchef Rüdiger Matz spielte früher selbst beim SVO. Sohn Maurice stürmt mittlerweile zwar für den VfL Bückeburg, war aber lange Zeit Spieler im Verein und ist immer noch 2. Kassierer hier beim SVO. Bei der Organisation helfen uns zwei Vorteile: Die Halle spricht für sich. Hier wird ja auch die Endrunde des Masters ausgetragen. Außerdem ist das Turnier fester Bestandteil im Kalender der Vereine. Es findet ja seit langem statt. Das Teilnehmerfeld hat sicherlich sehr viel Lokalcharakter. Auch persönliche Beziehungen werden gepflegt. Nehmen wir als Beispiel den VfL Bückeburg. Wir fahren regelmäßig dorthin. Die kommen im Gegenzug zu uns. Martin Prange und Guiseppe Inserra kennen beide Vereine bestens. In Bückeburg als Spieler, dann auf der Trainerbank beim SVO. Über die Qualität des SC Rinteln brauchen wir nicht groß reden. Sie gewannen kürzlich das Turnier in Bückeburg. Auch der SC Auetal hat seine Qualitäten als Masters-Titelverteidiger. Der SV Engern kommt als Sieger des Turniers des SC Deckbergen-Schaumburg. Wir sehen also, der Wettbewerb am Wochenende ist gespickt mit interessanten Mannschaften.“

„Natürlich darf der Blick zur Nachbarschaft nicht fehlen. Zum TSV Ahnsen und der SG Liekwegen-Sülbeck-Südhorsten besteht eine enge Beziehung aus der Jugendarbeit. Vorige Saison war die SVO-A-Jugend gemeinsam mit Liekwegen ja sehr erfolgreich“, erläutert Christopher Rinne weiter. „Auch den FC Hevesen zähle ich zu den Nachbarn. Mit Alexander Thomas, Timo Engwer und Fabian Nerge spielten dort Akteure mit SVO-Vergangenheit. Für einen Farbtupfer sorgt dann ein Gast, der nicht ständig dabei ist. Diesmal kommt der TuS Schwarz-Weiß Enzen, der Tabellenführer aus der Kreisliga, der das Turnier auch spielerisch aufwertet. Als Ausrichter schicken wir natürlich den SV Obernkirchen I und II ins Rennen. Unsere 2. Mannschaft musste in der Hinrunde, im Freiluft-Fußball, eine Talsohle durchschreiten, aber es geht dank Trainer Olaf Kober wieder aufwärts. Die Rolle des SVO I ist beim Turnier schwer einzuschätzen. Als Favoriten sehe ich den SC Rinteln, VfL Bückeburg, SC Auetal und TuS Schwarz-Weiß Enzen. Den SVO lasse ich bescheiden aus der Liste weg. Traditionell tun wir uns beim eigenen Turnier schwer. Der Heimvorteil könnte als Last auf unseren Schultern liegen.“

Der SC Rinteln zeigte beim Turniersieg in Bückeburg guten Hallenfußball. „An diese Leistungen wollen wir anknüpfen“, fordert Trainer Uwe Oberländer. Allerdings wird der erfahrene Coach sein Gewinnerteam ein wenig umbauen. Qendrim Krasniqi, Arber Ramushi und Torben Maibaum bekommen Spielzeiten, dafür fehlen am Samstag Kaoa Aosman und Julian Bedey. Seine Premiere im SCR-Trikot feiert Neuzugang Ibrahima Toure. Der Innenverteidiger kam in der Winterpause vom TSV Eintracht Bückeberge. „Alle Spieler, die wollen, sollen ihre Einsatzzeiten in der Halle erhalten. Wir wollen den zweiten Tag erreichen und dann die nötigen Punkte sammeln, die zur frühzeitigen Qualifikation für die Sparkassen-Masters-Endrunde ausreicht“, verrät Oberländer, der gespannt ist, wie seine Spieler mit der Vollbande zurechtkommen.

Nach dem Turniersieg beim VfL Bückeburg strebt SCR-Trainer Uwe Oberländer mit seinen Jungs weitere Punkte für die Masterswertung an.

Mit welcher Formation der SV Engern in das Turnier geht, entscheidet sich erst kurzfristig. „Wer legt denn überhaupt fest, was die beste Mannschaft ist?“, fragt Engerns Trainer Marco Gregor rhetorisch. „Manche wollen gar nicht in der Halle spielen, weil sie Angst vor Verletzungen oder keinen Bock haben, gegen die Bande gecheckt zu werden. Ich bin selbst gespannt, wer sich bei uns anmeldet und Lust auf das Turnier hat. Aber ich darf versichern“, sagt Gregor augenzwinkernd, „was an jenem Tag bei uns aufläuft, das ist die beste Engern-Mannschaft.“


Derweil outet sich Thomas Reh, Trainer des SC Auetal, als großer Fan des Hallenfußballs. „Ich habe damals gerne in der Halle gespielt, auch bei den großen Turnieren von Hannover 96. Für mich ist es eine gute Überbrückung der Winterpause. Die Auetaler sind zwar Titelverteidiger beim Masters. Aber das war vor meiner Zeit. Inzwischen ist es eine andere Mannschaft. Natürlich wollen wir gute Ergebnisse erzielen. Es macht ja keinen Spaß, nur Stunden abzureißen. Wir gucken, dass in den Turnieren jeder zum Einsatz kommt. Wenn immer die gleichen spielen und der Rest dann Däumchen dreht, erscheint das niemandem sinnvoll.“

Reh selbst gönnte sich ein besonderes Vergnügen und fuhr zwischen den Feiertagen zum Turnier nach Hildesheim. „Es ist gigantisch, was dort in der großen Halle abläuft. Am Eröffnungstag kamen 2.930 Besucher. Wohlgemerkt, an einem Tag.“ Als der VfV Hildesheim die Besucherzahlen der vier Tage zusammenrechnete, kam er auf 11.380 Zuschauer. Rekord für diesen Wettbewerb mit Namen EVI-Cup. Doch dies ist nicht der liebevolle Kosename der Dame an der Kuchentheke, sondern des örtlichen Energieversorgers. Von solchen Zahlen können der SV Obernkirchen und ganz Schaumburg nur träumen. Spartenleiter Christopher Rinne dazu: „Beim 23. Renault-Matz-Pokal sind klangvolle Vereine am Start. Die bringen Zuschauer mit. Pro Tag rechne ich mit 400 bis 500 Besuchern. Dies ist eine Zahl, die wir immer hatten.“

Der Turnierplan: Vorrunde: Gruppe A (Samstag,13.30 – 16 Uhr): mit VfL Bückeburg, TuS Schwarz-Weiß Enzen, FC Hevesen, SV Engern und SV Obernkirchen II; Schiedsrichter: Frank Wieggrebe (TSV Algesdorf) und Andreas Thienel (SG Rodenberg).

Gruppe B (Samstag, 16 – 18.30 Uhr): mit SC Rinteln, SC Auetal, SV Obernkirchen, SG Liekwegen/Sülbeck/Südhorsten und TSV Ahnsen; Schiedsrichter: Tim Wieggrebe (TSV Algesdorf) und Nils Haak (TuS Schwarz-Weiß Enzen).

Endrunde: Sonntag (14.30 – 17.30 Uhr): mit fünf Mannschaften. Es qualifizieren die sich die Mannschaften der Plätze 1 und 2 aus jeder Gruppe sowie der beste Gruppendritte; Schiedsrichter: Matthias Kogel (SG Bad Nenndorf/Riehe) und Jens Krowiorz (TSV Hagenburg).

Felix Rauhut (rechts) und der SC Auetal wollen sich ein Platz in der Endrunde sichern.