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SC Deckbergen-Schaumburg schafft das Wunder

SC Deckbergen-Schaumburg schafft das Wunder

+++ Bericht mit Bildergalerie und Video +++

Fußball. Der SC Deckbergen-Schaumburg hat das Wunder geschafft und im Kreispokal-Viertelfinale den zwei Klassen höher spielenden Kreisligisten SV Victoria Lauenau mit 6:5 nach Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb geworfen. Der Außenseiter imponierte mit unbändigen Einsatzwillen, Lauenau wollte die Pflichtaufgabe im Schongang erledigen, das ging schief. SC-Keeper Jan Winewski hielt überragend, Leon Requardt verwandelte den zwölften Elfmeter zum Sensationssieg und den Einzug in das Halbfinale.


Das Video zum Spiel und die nachfolgende Bildergalerie werden Euch präsentiert von:

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Bildergalerie (72 Bilder):


SC-Trainer Dirk Bredemeier fiel nach einer kleinen Operation aus. Dafür übernahmen Felix Klawitter und Patrick Skoruppa das Kommando. Klawitter fungierte als umsichtiger Abwehrchef, Skoruppa wirbelte an der Außenlinie. Der SC war optimal eingestellt und bis in die Haarspitzen motiviert. Die SC-Spieler gingen keinen Zweikampf aus dem Weg, standen in der Defensive sehr diszipliniert und stellten einen vielbeinigen Abwehrriegel auf. Die Gäste nahmen den Gegner auf die leichte Schulter, agierten ohne Tempo und Spielwitz. Anstatt das Spiel auf dem kleinen Platz in Deckbergen in die Breite zu ziehen, versuchten es die Lauenauer durch die Mitte. Aber das Zentrum machte der SC geschickt zu. So gab es in den ersten 45 Minuten kaum Torchancen. Nach einer Ecke köpfte SC-Kapitän Julius Stemme (8.) knapp am Lauenauer Tor vorbei. Auf der Gegenseite verpasste Hendrik Dargel (18.).

Leon Requardt geht keinem Zweikampf aus dem Weg.
Leon Requardt geht keinem Zweikampf aus dem Weg.

Nach dem Seitenwechsel geriet SC-Keeper Jan Winewski immer mehr in den Brennpunkt. In der 55. Minute entschärfte der Routinier einen Paetz-Schuss aus acht Metern. Für den SC hatte Marc Tünnermann (63.) die Führung auf dem Fuß, doch sein Volleyschuss strich um Haaresbreite am Lauenauer Tor vorbei. Das war die letzte Offensivaktion der Hausherren. In den letzten 15 Minuten entwickelte sich die Partie zu einer echten Abwehrschlacht. Lauenau wachte nun langsam auf und berannte das SC-Gehäuse. Mit vereinten Kräften stemmte sich der SC gegen ein Gegentor. Tim-Aaron Wagner blockte Dargel (75.) ab. Winewski zeigte Glanzparaden gegen Marvin Paetz (80.) und Dargel (84.). Zudem schoss Paetz (81.) aus fünf Metern seinen Mitspieler, der kurz vor der Linie stand, an. Mit einer „Monstergrätsche“ hinderte Wagner den einschussbereiten Dargel am Torschuss (86.) und in der Schlussminute fand Dargel erneut in Winewski seinen Meister. Der SC rettete sich ins Elfmeterschießen, das Lauenauer Power-Play in den letzten zehn Minuten war nicht vom Erfolg gekrönt.

 Niklas Heisterhagen (links) stoppt Lars Stegemann.
Niklas Heisterhagen (links) stoppt Lars Stegemann.

Das Elfmeterschießen war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Schützen zeigten sich allesamt sehr sicher. Für die Lauenauer trafen Christopher Glashagen, Marvin Paetz, Benedikt Fischer, Lukas Bräunig und Hendrik Dargel, für den SC waren Julius Stemme, Christian Suhr, Mohammad Abou Raya, Niklas Heisterhagen und Moritz Seedorf erfolgreich. So ging auch das Elfmeterschießen in die Verlängerung. Den Elfmeter von Sebastian Wittek schaute SC-Keeper Jan Winewski an den Pfosten. So konnte Leon Requardt das Wunder perfekt machen und der Abräumer vor der Abwehr schoss den SC in das Pokal-Halbfinale. Danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die Erfolgsstory des SC Deckbergen-Schaumburg im Kreispokal geht weiter.

SC: Jan Winewski, Julius Stemme, Marc Tünnermann, Noah Bredemeier, Leon Requardt, Christian Suhr, Jannik Furchbrich, Tim-Aaron Wagner, Moritz Seedorf, Niklas Heisterhagen, Felix Klawitter, Daniel Preißinger, Stefan Frilling, Mohammad Abou Raya, Fraidoun Fakirzada, Erik Ole Helck.

Julius Stemme (Nummer 5) köpft knapp am SV-Gehäuse vorbei.
Julius Stemme (Nummer 5) köpft knapp am SV-Gehäuse vorbei.

SC-Keeper Jan Winewski schaut den Elfmeter an den Pfosten.
SC-Keeper Jan Winewski schaut den Elfmeter an den Pfosten.

Patrick Skoruppa (von links), Denis Müller und Felix Klawitter freuen sich über das Pokalwunder.
Patrick Skoruppa (von links), Denis Müller und Felix Klawitter freuen sich über das Pokalwunder.

Der SC Deckbergen-Schaumburg bejubelt den Einzug in das Pokal-Halbfinale.