TSV Hespe gewinnt den Sasse-Lack-Pokal

Foto: Der TSV Hespe bejubelt den Turniersieg beim Sasse-Lack-Pokal des SC Deckbergen-Schaumburg.
Hallenfußball. Der TSV Hespe hat das erste Sparkassen-Hallenmasters-Qualifikationsturnier gewonnen. Der Kreisligist blieb in der Endrunde um den Sasse-Lack-Pokal des SC Deckbergen-Schaumburg ohne Niederlage und verwies den TSV Steinbergen, SC Deckbergen-Schaumburg, SV Engern und FC Stadthagen auf die Plätze. Das bedeutete 8,8 Masterspunkte für den Turniersieger. Auch der beste Torjäger kommt vom TSV. Mit zehn Toren an beiden Tagen holte sich Caglayan Tunc den Sonderpreis. Als besten Torwart wählte eine Jury Florian Mehrens vom TSV Steinbergen.
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Der TSV Hespe blieb in der Endrunde ohne Niederlage. Im Gegensatz zum Vortag arbeitete der Kreisligist seriös nach hinten. Mit den beiden Winter-Zugängen Denis Durmus und Albin Krasniqi brachten die Hesper noch mehr PS in der Finalrunde auf das Hallenparkett. Bannert, Durmus, Maier und Krasniqi wirbelten, hinten organisierte Selim Kilinc die Defensive und vorne präsentierte sich „Charly“ Tunc als eiskalter Vollstrecker. Das waren die Zutaten für den souveränen Turniersieg. Nur im letzten Spiel gab es für die Hesper ein Remis gegen den SC Deckbergen-Schaumburg.

Der TSV Steinbergen wurde Zweiter und musste sich wie am Vortag nur dem TSV Hespe geschlagen geben. Im ersten Turnierspiel unterlagen die Steinberger mit 0:2, kassierten aber auch zwei Zeitstrafen und gerieten so auf die Verliererstraße. Dass die Mannschaft von Dean Rusch den Rest des Turnierfeldes im Zaume hielt, hatte zwei Gründe. Der Hauptgrund: Keeper Florian Mehrens erwischte einen Sahne-Tag, bewahrte sein Team mit Monsterparaden vor Rückständen und traf im Duell mit dem SV Engern sogar selbst. Der zweite Grund für Rang 2: Die Steinberger waren mal wieder Derbymeister, bezwangen den SVE mit 3:1 und die Hausherren ebenfalls mit 3:1.
Auf Platz drei lief der SC Deckbergen-Schaumburg ein. Der SC performte nicht mehr so stark wie in der Vorrunde. So musste Trainer Wilhelm Sieker ein paar Kaderänderungen vornehmen. Die Seedorf-Brüder feuerten ohne Erfolg ihren SV Werder Bremen im Bundesliga-Gastspiel beim Hamburger SV an. Dafür spielten die beiden „Altmeister“ Caspar Prasuhn und Denis Müller mit. Auch die Waffe Robin Speisekorn als stürmender Torwart funktionierte in der Endrunde nicht mehr so gut. Dafür entpuppte sich sein Bruder Marlon als Torjäger. Mit acht Buden an zwei Tagen wurde der SC-Youngster zweitbester Torschütze des Turniers. „Der erste Tag war super, da haben mich meine Jungs mit dieser Sahne-Leistung richtig überrascht. Der zweite Tag war in Ordnung. Wir können mit dem Bronzerang gut leben“, bilanzierte Sieker.

Der SV Engern ergatterte durch einen 6:3-Erfolg gegen den FC Stadthagen Rang vier und bekam dafür noch 2,2 Punkte für die Masterswertung. Ohne Ben Beyer fehlte den Ruppelt-Mannen ein weiterer Torjäger. Zudem verletzte sich Tim Thiedig gleich im ersten Spiel und musste mit Verdacht auf Bänderriss passen. Damit fehlten zwei Aktivposten. Engern verteidigte schludrig, Lennox Rudolph erzielte fast alle SVE-Treffer, doch der feine Techniker mit dem eiskalten Abschluss war in der Abteilung Attacke als Alleinunterhalter unterwegs. Die ersten drei Spiele gingen allesamt knapp verloren. Damit war für Engern die Messe schon frühzeitig gelesen.
Der FC Stadthagen spielte munter nach vorne und vergas dabei die Rückwärtsbewegung. Nur beim 6:1-Erfolg gegen den SC Deckbergen-Schaumburg ließen die Kreisstädter ihr Können aufblitzen. Die FC-Defensive schluckte 14 Tore in den drei anderen Spielen der Finalrunde. Das war zu viel, um bei der Vergabe der Podestplätze ein Wort mitreden zu können.
Am gestrigen Vorrundentag kamen die Schiedsrichter der beiden Gruppen ohne Zeitstrafen aus. Dies änderte sich aber in der Finalrunde. Die Spieler waren vom Endrunden-Virus befallen, es ging emotional, hektisch und manchmal rustikal zur Sache. Die beiden Unparteiischen Torben Kunze (SG RW Stadthagen) und Max Renner (TSV Eintracht Bückeberge) hatten viel zu tun und zeigten auch zahlreiche Zeitstrafen.

Die Ergebnisse der Endrunde: Hespe – Steinbergen 2:0, Engern – Deckbergen-SHG 1:2, Stadthagen – Hespe 1:4, Steinbergen – Engern 3:1, Deckbergen-SHG – Stadthagen 1:6, Hespe – Engern 3:2, Stadthagen – Steinbergen 0:4, Deckbergen-Schaumburg – Hespe 1:1, Engern – Stadthagen 6:3, Steinbergen – Deckbergen-SHG 3:1.
Die Abschlusstabelle: 1. TSV Hespe (10/10:4), 2. TSV Steinbergen (9/10:4), 3. SC Deckbergen-Schaumburg (4/5:11), 4. SV Engern (3/10:11), 5. FC Stadthagen (3/10:15).
TSV Hespe: Jamie Scholz, Selim Kilinc, Alexander Hartmann, Toni Bannert, Denis Durmus, Phil Maier, Alperen Canbolat, Caglayan Tunc, Bekir Duran, Albin Krasniqi; Trainer: Erkan Aslan.
TSV Steinbergen: Florian Mehrens, Jan-Hendrik Rinne, Jannik Sasse, Tim Franzmeier, Marten Hußmann, Simon Strottmann, Alexander Pfohl, Chris Hope, Jannik Selchow, Jan Mohme; Trainer: Dean Rusch.
SV Engern: Lennart Dieterich, Nico Luther, Tim Thiedig, Justin Pollmeyer, Jan-Luca Baake, Maximilian Beißner, Bogdan Herakovic, Azad Bozkurt, Lennox Rudolph; Trainer: Ansgar Ruppelt.
SC Deckbergen-SHG: Robin Speisekorn, Michael Deisner, Pascal Wellhausen, Denis Müller, Domenik Reinhardt, Jason Schlosser, Marlon Speisekorn, Julius Stemme, Caspar Prasuhn, Tim Wagner; Trainer: Wilhelm Sieker.
FC Stadthagen: Pascal Pöhler, Arber Ramushi, Kieron Pöhler, Faruk Barbaros, Ülkem Kilic, Richard Wolter, Erik Geveke, Daniel Aust, Tano Struckmeier, Luis Baltes; Trainer: Muharrem Tas.
